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Der Aufbau mathematischer Kompetenzen zählt zum Erwerb der Kulturtechniken und damit zu einer der zentralen Aufgaben des Unterrichts der Volksschule. 

In den Modulen zur Mathematik vertiefen die Studierenden ihre fachwissenschaftlichen Grundlagen in Mathematik, die grundlegend für die Auseinandersetzung mit der Fachdidaktik Mathematik sind. Sie erwerben (erweiterte) Expertise im fachdidaktischen Aufbau von Zahlenräumen, Rechenoperationen, Raumorientierung und den Grundlagen der Geometrie sowie einfacher statistischer Darstellungsmöglichkeiten zur Beschreibung von Sachverhalten. Sie setzen sich mit den besonderen Anforderungen des Anfangsunterrichts auseinander und erweitern ihr fachdidaktisches Repertoire zur Herleitung und Umrechnung von Größen.  

Die Studierenden lernen Methoden zur Bearbeitung von Sachaufgaben und Erstellung eigener fächerverbindender Lernprodukte kennen und erweitern ihre Kompetenzen bei der Realisierung eigener Lernumgebungen, die forschendes und entdeckendes Lernen ermöglichen. Sie dienen dazu, heterogenen Lerngruppen bedürfnisorientiert zu begegnen und allen Potenzialniveaus gerecht zu werden. Die Studierenden werden dazu befähigt, individuelle Lernausgangslagen und Lernprozesse zu erkennen und entsprechende Leistungen gerecht zu bewerten. 

Lernen und Lehren im Fach Mathematik


Filter Studienjahr
 1: Gebrüder-Humboldt-Jahr  2: Michael-Schratz-Jahr  3: Annedore-Prengel-Jahr  4: Reinhold-Leinfelder-Jahr  5: Malala-Yousafzai-Jahr / Masterstudium

Filter Orientierung
 Anthropozän  Ästhetik  Bewegung  Digitalität  Diversität  Haltung  Kulturtechniken  Sozialer Friede  STEOP  PPS  Begleitung zur Masterarbeit

Filter Schwerpunkt
 Inklusive Pädagogik  Kulturpädagogik  Sprachliche Bildung / MSP  Bewegung, Sport und Gesundheit  Naturbegegnung  Lerncoaching

Kurztitel ECTS-AP / Fach SSemester WWahlplichtfach Orientierung Überfachliche und Querschnittskompetenzen Schwerpunkt Kategorie Studienjahr Langtitel Inhalt Aufbau Lernergebnisse Ziel
Kurztitel ECTS-AP S W Orientierung Überfachliche und Querschnittskompetenzen Schwerpunkt Kategorie Studienjahr Langtitel Inhalt Aufbau Lernergebnisse Ziel
Kinder fordern mathematisches Basiswissen 3 Mathematik
1 N STEOP
  • Sprachliche Bildung
Fachwissenschaft 1 Fachwissenschaftliche Grundlagen der Mathematik
  • Erweiterung des individuellen Handlungsrepertoires in den mathematischen Handlungsdimensionen (Darstellen, Interpretieren; Operieren, Rechnen, Konstruieren; Beschreiben, Vermuten Begründen; Modellieren, Problemlösen)
  • Innermathematische Grundlagen in relevanten Teilbereichen der Mathematik
  • Konkrete, anwendungsbezogene Verwendung von Fachbegriffen und mathematischer Fachsprache

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können die mathematischen Handlungsdimensionen ausüben und Problemsituationen durch unterschiedliche Lösungsstrategien fachlich korrekt dokumentieren, argumentieren und andere Lösungswege bewerten
  • sind in der Lage, grundlegende mathematische Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Arithmetik, Algebra, funktionale Abhängigkeiten, Geometrie und Stochastik auszuüben
  • können die mathematische Fachsprache und mathematische Begriffe richtig anwenden.

Die Vermittlung fachwissenschaftlicher Grundlagen, welche die Basis für die Primarstufendidaktik im Fach Mathematik bilden, ist das Ziel dieser Lehrveranstaltung. Dazu entwickeln und festigen die Studierenden ihr Grundlagenwissen sowie ihre mathematischen Fähigkeiten und Fertigkeiten mit Schwerpunkt auf relevanten mathematischen Inhalten der Grundschule und Sekundarstufe 1.

Kinder entdecken die Welt der Zahlen und Formen 5 Mathematik
2 N Kulturtechniken
  • Sprachliche Bildung
  • Medienbildung
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 1 Fachdidaktische Grundlagen von Arithmetik, Geometrie und Statistik
  • Auseinandersetzung mit mathematischer Fachliteratur und dem Lehrplan der österreichischen Volksschule in Mathematik
  • Aufbau und Vernetzung der Zahlenräume
  • Grundrechenarten mit natürlichen Zahlen, Dezimalzahlen und Bruchzahlen als mündliche, halbschriftliche und schriftliche Standardverfahren
  • Raumorientierung
  • Eigenschaften geometrischer Figuren
  • Konstruktion einfacher geometrischer Figuren
  • Beschreibende Statistik – Daten erfassen, darstellen, interpretieren, auswerten, Mittelwert
  • Fachdidaktische analoge und digitale Lehr-Lernkonzepte für den Mathematikunterricht in heterogenen Lerngruppen

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können Vergleiche von mathematischer Fachliteratur erstellen und zitieren
  • kennen den Mathematiklehrplan der Volksschule
  • können die Vernetzung der Zahlenräume analysieren sowie algebraische Argumentationen und Darstellungen entwickeln
  • können erklärend kommunizieren sowie algebraisches Denken in der Primarstufe fördern und unterstützen
  • können Grundrechenarten mündlich, halbschriftlich und schriftlich in den verschiedenen Zahlenbereichen, den natürlichen Zahlenbereichen, Dezimalzahlen und Bruchzahlen anwenden und didaktisch aufbauen
  • kennen die Eigenschaften geometrischer Figuren und nützen dieses Wissen, um Überführungen ineinander zu zeigen
  • können die Begriffe der Raumorientierung im Bereich der Numerik und der Geometrie umsetzen
  • sind in der Lage, grundlegende statistische Methoden reflektiert anzuwenden
  • können durch statistische Darstellungsformen Sachverhalte erfassen, interpretieren und auswerten
  • können Mathematikunterricht mit innerer Differenzierung und medialer Unterstützung planen.

Die Studierenden erweitern in dieser Lehrveranstaltung ihr individuelles Grundwissen in der Fachwissenschaft Mathematik und gewinnen einen Überblick über die Inhalte des Volksschullehrplans. Sie erwerben konkrete Expertise im fachdidaktischen Aufbau von Zahlenräumen, mündlichen, halbschriftlichen und schriftlichen Rechenoperationen, Raumorientierung und den Grundlagen der Geometrie sowie einfacher statistischer Darstellungsmöglichkeiten zur Beschreibung von Sachverhalten. Die Studierenden erstellen differenzierende Lernumgebungen, um möglichst allen Begabungslagen gerecht zu werden.

Kinder erleben Freude an und Freunde mit Mathematik 5 Mathematik
5 J Sozialer Friede
  • Informatische Bildung
  • Wirtschafts- und Verbraucher*innenbildung
  • Sozial-emotionales Lernen
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 3 Mathematik macht Freu(n)de in der Primarstufe
  • Mathematik als Angstfach muss nicht sein
  • Lerngelegenheiten, die das Interesse an Mathematik besonders fördern (u.a. Wettbewerbe, offene Aufgaben, Spiele)
  • Erstellung von Best-Practice-Beispielen
  • Besondere Stärken und Begabungen in Mathematik erkennen und fördern
  • Mathematik und Informatik altersadäquat vernetzen
  • Erste Schritte in Coding und Robotik

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • reflektieren, warum Mathematik bei Schülerinnen und Schülern oft mit Angst besetzt ist
  • kennen methodische und didaktische Angebote, die Kindern einen angstfreien Zugang zu Mathematik ermöglichen
  • setzen sich mit Angeboten wie Wettbewerben in Mathematik auseinander
  • nutzen die Freude, die durch einen spielerischen Zugang zu und Umgang mit Mathematik entstehen kann
  • sind in der Lage, Aufgaben zu entwickeln, die Kindern Freude an Mathematik vermitteln.
  • sind in der Lage, Kinder zu animieren, eigene Aufgaben zu entwickeln, in denen sie ihre individuellen Potenziale bestmöglich einbringen können
  • können Mathematik und Informatik miteinander vernetzen und dadurch eine kritische Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler anleiten
  • sind in der Lage, erste Schritte im Bereich Coding und Robotik didaktisch aufzubereiten.

Wie Kindern die Freude an Mathematik und Informatik vermittelt werden kann, dafür werden in dieser Lehrveranstaltung  methodische und didaktische Zugänge erarbeitet. Es werden Best-Practice-Beispiele entwickelt, die Kindern einen erfolgreichen, angstfreien Zugang zu Mathematik und Informatik ermöglichen und Kinder mit besonderen Stärken in diesem Bereich bestmöglich in ihrer Entwicklung unterstützen. Diese werden in der direkten Auseinandersetzung mit Schülerinnen und Schülern reflektiert.

Kinder erkennen mathematische Zusammenhänge 5 Mathematik
5 N Kulturtechniken
  • Sprachliche Bildung
  • Medienbildung
  • Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung
  • Englisch
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 3 Fachdidaktische Vertiefung in Mathematik
  • Vernetzung von Numerik und Geometrie
  • Längen-, Flächen- und Raummaße sowie Zeit-, Hohl-, Massenmaße und Währung
  • Erarbeitung von Umfang, Flächeninhalt, Oberfläche und Volumen geometrischer Figuren
  • Mathematischer Anfangsunterricht
  • Sachaufgaben (Textverständnis, Modellierungsprozess, Lösungsstrategien)
  • Lern- und Entdeckungsumgebungen in Mathematik für alle Schülerinnen und Schüler
  • Lernförderliches Feedback und spezielle fachbezogene summative und formative Leistungsbewertung in Mathematik
  • Handlungsorientierte Strategien und Aktivitäten im inhaltsintegrativen Mathematikunterricht zur Anbahnung rationaler Denkprozesse und zum Verständnis der praktischen Nutzbarkeit der Mathematik in einem internationalen Kontext

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können geometrische, arithmetische und algebraische Beziehungen argumentativ durchdringen und zur Entwicklung der Argumentations- und Kommunikationskompetenz in der Primarstufe beitragen
  • können Umrechnungen in den Größenbereichen Zeit-, Hohl-, Massenmaße und Währung didaktisch aufbauen und vermitteln sowie Längen-, Flächen- und Raummaße umrechnen und mit allen Sinnen den Schülerinnen und Schülern vermitteln und erlebbar machen
  • können Berechnungen für Umfang, Flächeninhalt, Oberfläche und Volumen durchführen, herleiten und didaktische Lernschritte dafür formulieren
  • kennen die Problematik des mathematischen Anfangsunterrichts und verfügen über Basiswissen zu mathematischer Früherziehung
  • können mathematisches Potenzial erkennen und entsprechend differenziert und geschlechtergerecht handeln
  • kennen Herangehensweisen an Sachaufgaben und können unterschiedliche Methoden für besseres Textverständnis, zum verständigen Arbeiten an Modellierungsprozessen, zur Erarbeitung und zum Training von Lösestrategien vermitteln sowie die Ausbildung prozessbezogener mathematischer Kompetenzen unterstützen
  • können kindgerechte Anleitungen in den Kompetenzbereichen Modellieren, Operieren, Kommunizieren und Problemlösen geben und dadurch sowohl mathematisches als auch sprachliches Lernen implizit und explizit anbahnen
  • sind in der Lage, unterschiedliche Lern- und Entdeckungsumgebungen mit und ohne Einsatz digitaler Medien im Unterrichtsgegenstand Mathematik zu schaffen, um allen Lernbedürfnissen zu entsprechen
  • können individuelle Lernprozesse erkennen und entsprechende weiterführende pädagogische und didaktische Maßnahmen setzen
  • kennen die formative Leistungsbewertung und bewerten Performanzen und Leistungen kriterienorientiert wertschätzend
  • verfügen über die erforderlichen sprachlichen Mittel in der lebenden Fremdsprache Englisch und kennen geeignete CLIL-Strategien, um im mathematischen Kompetenzbereich die wiederholende und vertiefende Arbeit mit Zahlen, Operationen, Größen sowie Ebene und Raum sprachrichtig und mit korrekter Aussprache/Intonation zu organisieren und diese in Lerndesigns zur Anwendung zu bringen
  • verfügen über ein Repertoire an Spielen, Reimen, Liedern, kindgerechten Sachtexten, Geschichten und LearningApps für den inhaltsintegrativen Mathematikunterricht.

Die Studierenden erkennen die Zusammenhänge zwischen Numerik und Geometrie und nützen die Verknüpfungsmöglichkeiten zur didaktischen Umsetzung. In dieser Lehrveranstaltung setzen sie sich mit den Anforderungen des Anfangsunterrichts auseinander und erweitern ihr fachdidaktisches Repertoire zur Herleitung und Umrechnung von Größen. Sie lernen Methoden zur Bearbeitung von Sachaufgaben und Erstellung eigener fächerverbindender Lernprodukte kennen und erweitern ihre Kompetenzen bei der Realisierung eigener Lernumgebungen. Sie erkennen Lernprozesse und bewerten entsprechende Leistungen kriterienorientiert wertschätzend.

Kinder erleben Zahlen als Teil ihrer Lebenswelt 2 Mathematik
3 Design und Technik / Werken
6 N Anthropozän
  • Sprachliche Bildung
  • Informatische Bildung
  • Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung
  • Englisch
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 3 Mathematik – Technik – Digitalität
  • Mathematik als Mittel zur Erfassung von natürlichen, technischen und informatischen Phänomenen und Gegebenheiten der Umwelt
  • Fachwissenschaftliche Analyse mathematischer, technischer und informatischer Sachverhalte aus der Lebensumwelt von Schülerinnen und Schülern im Kontext Anthropozän (Erfassung globaler Veränderungen durch digitale Medien, Datensammlung und -analyse; Nachhaltigkeit und Ressourcenverbrauch durch digitale Medien; statistische Darstellungen, wie Diagramme, Tabellen, Kurven als Vergleichsform von Beobachtungen zu Wetterphänomenen)
  • Elementares Modellieren und Vertiefung im Bereich der Didaktik des Sachrechnens sowie weitere fachdidaktische Konzepte und Modelle mit Bezug auf das Anthropozän (z.B. Beobachten/Erfassen/Dokumentieren/Vergleichen meteorologischer Vorgänge) für alters-, entwicklungs- und geschlechteradäquaten fächerübergreifenden Unterricht
  • Erarbeitung von Problemlösestrategien im fächerverbindenden Unterricht mit der Mathematik als Bindeglied zwischen technischen, natürlichen, und informatischen Phänomenen und Gegebenheiten der Umwelt
  • Erarbeitung von CLIL-Materialien mit Bezug auf multimodale Strategien zur Entwicklung von Lesestrategien (Skimming, Scanning, Careful Reading)

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können inhaltlich und didaktisch-methodisch begründeten fächerübergreifenden Unterricht unter Einbezug mathematischer, technischer und informatischer Aspekte anhand von Beispielen mit Bezug zum Anthropozän vorbereiten und analysieren
  • können im Bewusstsein von Mehrsprachigkeit und ausgehend von der Lebenswelt der Lernenden mathematische Modellierungsaufgaben entwickeln
  • können zentrale mathematik-didaktische Prinzipien für Ziele und Inhalte des Sachrechnens anwenden
  • sind in der Lage, fachdidaktische Konzepte und Modelle mit Bezug auf das Anthropozän für alters-, entwicklungs- und geschlechteradäquaten fächerübergreifenden Unterricht in der Primarstufe auszuarbeiten
  • kennen Methoden zur Erarbeitung von Problemlösestrategien unter dem Aspekt des fächerverbindenden Unterrichtens mit der Mathematik als Bindeglied zwischen technischen, natürlichen und informatischen Phänomenen und Gegebenheiten der Umwelt und können diese kindgerecht anleiten
  • verfügen über die erforderlichen sprachlichen Mittel in der lebenden Fremdsprache, um Englisch als Brückensprache in der Entwicklung von Lesestrategien (Skimming, Scanning, Careful Reading) in Verbindung mit Sachtexten zu nutzen.

Mathematik, Technik und Digitalität in ihren systemischen Zusammenhängen stehen im Mittelpunkt dieser Lehrveranstaltung. Erarbeitet werden sie anhand von lebenspraktischen Anwendungsbeispielen mit Bezug zum Anthropozän für den Unterricht in der Primarstufe. Neben didaktisch-methodischen Inhalten, wie der Planung projektorientierter Lernsettings und fächerübergreifender Lernräume, wird die Bedeutung von Sensibilität für Diversität und Mehrsprachigkeit sowie das individualisierte Fördern vermittelt.

Kinder erleben Lernen in Gemeinschaft 2 Deutsch
2 Mathematik
1 Sachunterricht
6 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
  • Sozial-emotionales Lernen
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 3 Lernen im Horizont von Inklusiver Didaktik und Kommunikation
  • Theoretischer Rahmen inklusiven Handelns: Modelle der Inklusiven Didaktik
  • Wissenschaftliche Fundierung inklusiven Handelns: Befunde der Unterrichtsforschung mit Fokus auf die unter Ziele genannten Themenfelder und deren Implikationen für einen Unterricht in heterogenen Gruppen
  • Institutioneller Rahmen inklusiven Handelns: gesetzliche Rahmenbedingungen von Inklusion am Beispiel der schulischen Sprachförderung (insbesondere Sprachheilpädagogik, DaZ-Fördermodelle und muttersprachlicher Unterricht)
  • Lernbiografische Voraussetzungen und Antworten inklusiven Handelns: Szenarien des Erst- und Zweitspracherwerbs in ganzheitlicher, fächerverbindender Perspektive – Bedürfnisse, Strategien, Meilensteine
  • Lebensweltliche Erfahrungen inklusiven Handelns: Sprachlich-kommunikatives Wachsen im schulischen und familiären Alltag
  • Durchgängige Sprachbildung als inklusive Aufgabe in allen Fächern: Kommunikationsförderung, Sprachvorbilder und -tandems, kooperative Lehr-Lernformen
  • Kooperatives Entwickeln und Gestalten im inklusiven Handeln: Arbeitsformen, Lernmaterialien, Verfahren wechselseitigen Lernens, professionelle Lerngemeinschaften und deren Dynamiken
  • Multiperspektivische Planung und Organisation des Lernens in heterogenen Gruppen: Co-Planning und Co-Teaching von fächerübergreifenden Lehr-Lern-Settings aus Mathematik, Sprache/n und Anthropozän/Sachunterricht in projektbezogenen, didaktischen Entwicklungsräumen.

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • kennen Grundlagen inklusiver und allgemeinpädagogischer Didaktiken sowie deren Bausteine (Beziehungen und Teams, demokratische Schule, qualifizierende Schule, Ganztag mit Rhythmisierung, förderliche Lernumgebung, Lernende mit Förderbedarf, differenzierte Beurteilung, Schularchitektur, Beratung, Supervision und Evaluation) und können diese im Kontext von Unterrichtserfahrungen und/oder Videodokumentationen analysieren und reflektieren
  • sind in der Lage, die didaktischen Entscheidungen der Planung, Gestaltung und Evaluation von Lernsettings für heterogene Lerngruppen im gemeinsamen Unterricht im Hinblick auf Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung, gesetzliche Rahmenbedingungen und individuelle Lernvoraussetzungen, Bedürfnisse und Bedarfe zu begründen und am Beispiel der Sprachförderung zu reflektieren
  • können Strategien und Meilensteine des Erst- und Zweitspracherwerbs in der Planung inklusiven Unterrichts (fächerverbindend) berücksichtigen
  • reflektieren den Erst- und Zweitspracherwerb als ganzheitlichen Entwicklungsprozess in Schule und Familie und können Strategien zur ganzheitlichen Begleitung formulieren
  • können den Unterricht als durchgängige Sprachbildung gestalten, indem sie Kommunikationsanlässe schaffen und in kooperativen Lernformen anbieten sowie als Sprachvorbild agieren
  • können grundlegende Kenntnisse über die Durchführung und Wirksamkeit kooperativer Arbeitsformen und Dynamiken in Lerngemeinschaften bei der Gestaltung effektiver Lehr-Lern-Szenarien nutzen
  • sind in der Lage, grundlegende Forschungsdesigns zu berufsfeldbezogenen Fragestellungen zu entwerfen (z.B. Vignetten- und Aktionsforschung)
  • verfügen über ein erweitertes diagnostisch-methodisches Handlungsrepertoire im Umgang mit heterogenen Gruppen – exemplarisch demonstriert in einer Fächerdomäne
  • kennen ausgewählte Modelle des Co-Teaching und Co-Planning als konstituierende Elemente kooperativen Classroom-Managements und können Co-Teaching und Co-Planning konstruktiv mitgestalten und planen
  • kennen die Prinzipien des Universal Design for Learning und können flexible Lernumgebungen planen.

Kenntnisse zur Inklusiven Didaktik, zur empirischen Unterrichtsforschung und zu deren methodischen und kommunikationsbezogenen Implikationen für inklusive Lehr-Lern-Settings sind grundlegend für die tägliche Arbeit in heterogenen, etwa in sprachlich vielfältigen, Klassen. Kollaborativ werden ausgehend von den fachlichen Grundlagen der Bildungsbereiche in einer fächerübergreifenden Vernetzung diversitätsorientierte Zugänge zu Bildungsinhalten exemplarisch erarbeitet. Die Erprobung erfolgt in projektbezogenen, didaktischen Entwicklungsräumen, wo deren Weiterentwicklung mit Expertinnen und Experten skizziert wird.

Kinder prägen Schule durch ihre Vielfalt 2 Mathematik
1 Bildnerische Erziehung
1 Musikerziehung
1 Lebende Fremdsprache
9 N Diversität
  • Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 5 Lernen im Horizont von Schule im 21. Jahrhundert
  • Bildungsreformen und reformpädagogische Konzepte in exemplarischen Anwendungen im fachdidaktischen Bereich (Mathematik, kreative Fächer)
  • Empirische Zugänge der Schul- und Unterrichtsforschung
  • Profile für die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung im nationalen und internationalen Kontext; empirische Befunde und praktische Beispiele mit Bezug zu ausgewählten Unterrichtsfächern
  • Qualität von Unterricht und Schule (Individuelle Lehrplanentwicklung); inklusive Didaktik in der Praxis; Merkmale guten Unterrichts und guter Schulen
  • Schulentwicklung (SQA-Entwicklungsplan; z.B. Index für Inklusion)
  • Professionalität: Kooperationskultur, institutionalisierte Form der Zusammenarbeit und Leadership
  • Aktuelle Fragen in der Bildungsforschung

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, Veränderungsprozesse in der Gesellschaft kritisch zu beurteilen, sich nachhaltige/bildungsgerechte und soziale Zukunftsvisionen zu vergegenwärtigen und die Anerkennung von Diversität als Rahmenkonzept für österreichische Bildungsinstitutionen zu identifizieren und mitzugestalten
  • können Schule und Unterricht, auch in reformpädagogischen Settings, im Kontext von Lehr-Lernprozessen und Interaktionsprozessen basierend auf Qualitätskriterien analysieren (z.B. Leadership, professionelle Lerngemeinschaften)
  • sind in der Lage, im Rückgriff auf den österreichischen und internationalen fachwissenschaftlichen Diskurs zu Diversität und Inklusion die Voraussetzungen und Indikatoren zur Schaffung inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken in Schule und im Schulsystem zu identifizieren und in ihrem pädagogischen Handeln zu kontextualisieren und zu berücksichtigen
  • sind dazu imstande, Schulprofile guter, diversitätssensibler Schulen auf nationaler und internationaler Ebene anhand definierter Qualitätsbereiche (z.B. SQA, Deutscher Schulpreis) zu analysieren
  • können ihre fachlichen und didaktisch-methodischen Kompetenzen zu heterogenen Settings und Schulentwicklung im Rahmen pädagogisch-praktischer Lern- und Arbeitsfelder (PPS, Hospitationen, Berufspraxis) vor dem Hintergrund eines diversitätsorientierten Unterrichts einsetzen, reflektieren und evaluieren
  • kennen die verpflichtenden Vorgaben zur Schulqualitätsentwicklung in Österreich und können auf dieser Basis z.B. die Arbeit an Entwicklungsplan und Schulleitbild schulintern und mit Stakeholdern diskutieren und mitgestalten, Entwicklungsprozesse von Schulen reflektieren und in konstruktiven Diskursen (in Teams, in Peergruppen bzw. mit Kolleginnen und Kollegen) zur Weiterentwicklung beitragen
  • können vor dem Hintergrund einer professionellen Kooperationskultur institutionalisierte Formen der Zusammenarbeit realisieren und ausgewählte Führungsaufgaben auf Klassen- und Schulebene übernehmen
  • sind in der Lage, aktuelle Fragen der Bildungsforschung zu benennen und in ihrer Relevanz für das pädagogische Handeln einzuordnen (z.B. Nationaler Bildungsbericht, Metastudien, Clearing-House-Mechanismus).

Bildungsinstitutionen sind gesellschaftlichen Bedingungen entsprechend und aufgrund der Ergebnisse pädagogischer Forschung im organisatorischen wie auch im fachdidaktischen Bereich einem stetigen Wandel unterworfen. Die Studierenden gewinnen Einblicke in organisatorische und strukturelle Aspekte von Profilen für inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung. Darüber hinaus liegt der Fokus auf unterschiedlichen didaktischen Konzepten für eine Vielfalt spezifischer pädagogischer Bedarfe unter dem Aspekt der Gestaltung inklusiver Lehr-Lernumgebungen.

Kinder wollen Weitblick und ihre Neugier stillen 5 Mathematik
9 J Kulturtechniken
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 5 Wissenschaftliche Vertiefung fachdidaktischer Inhalte (Mathematik)
  • Erweiterung theoretischer Kenntnisse
  • Auseinandersetzung mit Fachliteratur
  • Vertiefende Betrachtung und Diskussion aktueller Forschungsthemen (Mathematik) 
  • Argumentative Auseinandersetzung mit aktuellen Forschungsergebnissen und fachdidaktischen Beiträgen (Mathematik)
  • Diskussion über die Relevanz aktueller Forschungen für den Unterricht
  • Umsetzung von Fachliteratur in konkrete didaktische Planungen
  • Reflektierende Auseinandersetzung mit ausgewählten Bereichen der Mathematik
  • Erweiterung des professionellen Handlungsfeldes in ausgewählten Teilbereichen unter dem Aspekt der optimierten Begleitung und Förderung der Lernenden in allen Fächern in heterogenen Lerngruppen

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • verfügen über vertiefte theoretische Kenntnisse (Erweiterung der fachlichen Grundlagen aus dem Bachelorstudium) in Mathematik bzw. Sprachen
  • können sich mit aktueller Fachliteratur kritisch auseinandersetzen
  • sind in der Lage, auf Basis von Forschungsergebnissen aktuelle Frage- und Problemstellungen im Bereich der Kulturtechniken  zu diskutieren
  • können aus diesen Diskussionen den Transfer in den Schulalltag bzw. Unterricht vollziehen
  • können ihre Stellungnahmen mit Bezug auf Fachliteratur begründen
  • sind in der Lage, den Transfer zwischen Fachliteratur und praktischer Planung zu schaffen
  • können aufgrund theoretischer und praktischer Erkenntnisse einen Unterricht planen und führen, der auf aktuellen Forschungsergebnissen beruht
  • sind in der Lage, sich in das Fachgebiet zu vertiefen
  • können verschiedene Teilbereiche des Fachgebietes reflektieren
  • können ihr professionelles Handlungsfeld erweitern und reflektieren
  • können fächerverbindende Lernumgebungen in heterogenen Lerngruppen erstellen und gestalten, in denen alle drei Kulturtechniken professionell trainiert und umgesetzt werden.

IDie Erweiterung und Vertiefung der didaktischen Expertise in der Fachdidaktik Mathematik ist das Ziel dieser Lehrveranstaltung. Die Studierenden setzen sich mit aktuellen Forschungsergebnissen und fachdidaktischen Beiträgen auseinander, beziehen begründet Stellung in Forschungskontroversen und nutzen Fachliteratur für eine vertiefende, differenzierende Umsetzung in ihrem eigenen Unterricht.

Curriculum Navigator