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Kinder sind einander darin gleich, dass sie verschieden sind. Nationale und internationale Entwicklungen zum Thema Bildungsgerechtigkeit und Inklusion bilden heute die Ausgangslage für das Profil von Schule und Bildung in Österreich. Die Schule des 21. Jahrhunderts erkennt den Wert einer Bildung für alle, die sowohl auf individuelle Bedürfnisse eingeht als auch im gemeinsamen und wechselseitigen Lernen ein zukunftsweisendes Potenzial für Bildungsgerechtigkeit und soziale Entwicklung sieht.

Studierende setzen sich mit Fragestellungen der Diversität, der Partizipation und den sich aus der Diversität ergebenden Möglichkeiten für unterrichtliches Handeln auseinander. Im Licht der vielen Dimensionen von Diversität werden von den Absolventinnen und Absolventen Kompetenzen erwartet, die eine adäquate Begleitung der Lernenden bei sprachlichen, kognitiven, sozialen, kulturellen und motorischen Barrieren ermöglichen. Die Orientierung "Diversität" setzt in diesem Zusammenhang auf fachliches Wissen gepaart mit praxisorientierten Zugängen.

In den Mittelpunkt rückt die für alle geltende Verantwortung für alle Schülerinnen und Schüler der Primarstufe. Eine inklusive Gesellschaft wächst aus einer inklusiven Schule, die es in einem dialogischen Lern- und Erkenntnisprozess zu entdecken gilt.

Lehrveranstaltungen in Diversität


Filter Studienjahr
 1: Gebrüder-Humboldt-Jahr  2: Michael-Schratz-Jahr  3: Annedore-Prengel-Jahr  4: Reinhold-Leinfelder-Jahr  5: Malala-Yousafzai-Jahr / Masterstudium

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 Deutsch  Mathematik  Lebende Fremdsprache  Sachunterricht  Bewegung und Sport  Bildnerische Erziehung  Design und Technik / Werken  Musikerziehung  Medien und informatische Bildung  Bildungswissenschaften

Filter Schwerpunkt
 Inklusive Pädagogik  Kulturpädagogik  Sprachliche Bildung / MSP  Bewegung, Sport und Gesundheit  Naturbegegnung  Lerncoaching

Kurztitel ECTS-AP / Fach SSemester WWahlplichtfach Orientierung Überfachliche und Querschnittskompetenzen Schwerpunkt Kategorie Studienjahr Langtitel Inhalt Aufbau Lernergebnisse Ziel
Kurztitel ECTS-AP S W Orientierung Überfachliche und Querschnittskompetenzen Schwerpunkt Kategorie Studienjahr Langtitel Inhalt Aufbau Lernergebnisse Ziel
Kinder lernen in einer chancengerechten Schule 5 Bildungswissenschaften
1 N Diversität
  • Politische Bildung
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
  • Reflexive Geschlechterpädagogik und Gleichstellung
  • Diversität/Inklusion
Bildungswissenschaftliche Grundlagen 1 Lernen im Horizont von Diversität und Bildungsgerechtigkeit
  • Untrennbarkeit der Lernenden auf der Primarstufe: Heterogenität
  • Bildungsgerechtigkeit – menschenrechtliches Fundament; internationale Diskurse
  • Identifikation von Diversitätsbereichen; Intersektionale Diversität
  • Vielfalt und Diskriminierung – "Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit" (Heitmeyer, 2002)
  • Lernen und Entwicklung aus diversitätsorientierter Perspektive
  • Inklusion als transdisziplinäres Kooperationsfeld: Genese und Gegenwart
  • Standards der Inklusion
  • Modelle und Theorien der Inklusiven Pädagogik

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • kennen Theorien und Diskurse zu Diversität wie auch Heterogenität und Bildungsgerechtigkeit sowie deren globale und nationale rechtliche Verankerung in der UN-Menschenrechtscharta, der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung (inkl. General Comments) und der UN-Konvention für Kinderrechte
  • kennen die Rechtsgrundlagen für sonderpädagogischen Förderbedarf in Österreich
  • können ihr Wissen zu kultureller, ethnischer, religiöser, alters- und geschlechtsspezifischer sowie das Spektrum begabungs- und entwicklungsbezogener Diversität in Bezug auf Bildungskontexte reflektieren und diese Diversitätsbereiche unter dem Aspekt der Intersektionalität miteinander in Beziehung setzen
  • sind in der Lage, Ursachen wie auch Auswirkungen von Benachteiligungen, Diskriminierungen, Etikettierungen und Ausgrenzungsmechanismen auf die Selbstwirksamkeitsüberzeugungen von Lernenden zu nennen und zu reflektieren
  • können – im Bewusstsein der Gefahr stereotyper Zuschreibungen und der Ursachen "gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit" (Heitmeyer, 2002) – ihre eigene Haltung und ihre zukünftige Rolle als Lehrperson in Bezug auf Aussonderungs- und Stigmatisierungsprozesse vor dem Hintergrund menschenrechtlicher Grundlagen reflektieren
  • sind imstande, Lernen und Entwicklung aus diversitätsorientierter Perspektive darzustellen (traditionelle Entwicklungstheorien versus erweiterter Entwicklungs- und Lernbegriff) und aufzuzeigen, wie das Wohlbefinden junger Lernender vom soziokulturellen und -ökonomischen Umfeld (insbesondere durch Herkunft, Sprache, Kultur, Religion und durch den Umgang mit Geschlechtern) geprägt wird
  • sind in der Lage, theoretische Begründungen zur Sichtweise Diversität als Chance für gemeinsame Lern- und Entwicklungsprozesse, auch in ihrer historischen Entwicklung (Sonderpädagogik), zu geben.
  • können unter Berücksichtigung der Ziele, Formen und Herausforderungen inklusiver Bildungsarbeit, der Standards der Inklusion wie auch der (digitalen und medialen) Barrierefreiheit in der Wissensgesellschaft, Strategien zur Förderung der Chancengerechtigkeit formulieren
  • können die Standards der Inklusion im Bildungskontext in Bezug auf ethnokulturelle, geschlechtergerechte Diversität, Diversität in sozialen Lebensformen, sozioökonomische Chancengerechtigkeit und Chancengerechtigkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen benennen und sie basierend auf Forschungsliteratur in ihrer Bedeutung für ein inklusionspädagogisches Professionsverständnis reflektieren.

Kinder sind einander darin gleich, dass sie verschieden sind. Diese Einheit in der Vielfalt ist eine wertvolle Ressource für ihre individuelle Identitätsbildung und aktive Partizipation an der Lern- und Weltgemeinschaft. Nationale und internationale Entwicklungen zum Thema Bildungsgerechtigkeit und Inklusion bilden heute die Ausgangslage für das Profil von Schule und Bildung in Österreich. Dadurch werden Lehrerbildung und Lehrerprofession in pädagogischer, ethischer und sozialer Dimension bereichert.

Kinder wachsen über sich hinaus 5 Bildungswissenschaften
3 N Diversität
  • Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung
  • Sozial-emotionales Lernen
  • Diversität/Inklusion
Bildungswissenschaftliche Grundlagen 2 Lernen im Horizont von Lebens- und Dialogwelten
  • Bildungswissenschaftliche Diskurse zu Lernausgangslagen, Lernbiografien und Partizipation
  • Bildungswissenschaftliche Grundlagen datenbasierter Beobachtungsverfahren und formativer Diagnosemöglichkeiten
  • Grundlagen der Begabungsforschung
  • Vorurteilsbewusste Lernstandserhebung sowie Leistungsfeststellung und -beurteilung; Assessment of Learning – Assessment for Learning
  • Heterogenität und Intersektionalität; Identifikation von Barrieren und Ressourcen im Kontext Lernen und Teilhabe/Teilnahme
  • Sprache für alle: Inklusive Kommunikations- und Sprachsysteme und assistierende Technologien
  • Professionelle Kommunikation, Kooperation und Beratung
  • Begleitung von Transitionsprozessen

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, individuelle Lernvoraussetzungen (in einem weiten Inklusionsverständnis), Lernausgangslagen und Lernvorgänge als ein Zusammenspiel von Prozessen der Wahrnehmung, Motorik, Sprache und des Denkens von Lernenden theoriegeleitet zu reflektieren
  • haben Kenntnisse zu Diagnostik (Lernstands- und -prozessdiagnostik sowie Begabungsdiagnostik; testtheoretische Hintergründe; Unterscheidung von formellen und informellen diagnostischen Verfahren) sowie zu kompetenzorientierter Leistungsfeststellung und -beurteilung (z.B. Bildungsstandards) und lernförderlichen (innovativen) Ansätzen zur Leistungsfeststellung
  • können Beobachtungsdaten aus geplanten und ungeplanten Lernsituationen, Ergebnisse aus der qualitativen individuellen Lernstandsdiagnostik, Entwicklungsdokumentationen und individuelle Förderpläne analysieren, kritisch diskutieren, diagnostische Schlussfolgerungen in ein situativ-adaptiertes Bezugssystem setzen und darin reflektieren sowie für die Gestaltung inklusiver individueller Lernsettings nutzen („Zone der aktuellen und nächsten Entwicklung“)
  • können Verhalten und Leistungen von Schülerinnen und Schülern im ganzheitlichen Kontext der individuellen Lebenslagen und -geschichten erkennen und Lernumgebungen im Hinblick auf Unterschiede und Vorkenntnisse der Lernenden planen und evaluieren
  • können ihre Unterrichtsplanungen an die jeweiligen kognitiven, motivationalen, emotionalen und sozialen Voraussetzungen der Lernenden diversitätssensibel anpassen und darüber reflektieren, wie diese Voraussetzungen den Lernprozess beeinflussen
  • kennen in Grundzügen alternative Kommunikationssysteme wie die Österreichische Gebärdensprache, die Unterstützte Kommunikation (inkl. assistierender Technologien) und die Leichte Sprache und können diese nach exemplarischer Einarbeitung zur Unterstützung individueller und gemeinsamer Kommunikation zur Beseitigung von Barrieren im Lernkontext und im sozialen Kontext einsetzen.
  • kennen Dokumentations- und Feedbackmöglichkeiten zu Lern- und Entwicklungsverläufen und können auf dieser Basis den Lernenden, Eltern und Erziehungspartnerinnen/-partnern förderliche, wertschätzende und professionelle Rückmeldungen geben und beratend kommunizieren
  • können Transitionsprozesse und die zugehörigen Aspekte beschreiben.

Die individuelle Lebenswelt der Kinder ist von grundlegender Bedeutung für ihren Bildungsprozess. Individuelle und gemeinsame Lernmöglichkeiten sind ökosystemisch zu betrachten, um Partizipation und Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Die Studierenden setzen sich mit Fragestellungen der Kommunikation, der Diagnostik von unterschiedlichen Lernleistungen und Verhaltensweisen im Unterricht auseinander und können förderliche Leistungsbeurteilung zur Planung von individuellen Lernmöglichkeiten und Organisation gemeinsamer Lernsituationen nutzen.

Kinder erleben Lernen in Gemeinschaft 2 Deutsch
2 Mathematik
1 Sachunterricht
6 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
  • Sozial-emotionales Lernen
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 3 Lernen im Horizont von Inklusiver Didaktik und Kommunikation
  • Theoretischer Rahmen inklusiven Handelns: Modelle der Inklusiven Didaktik
  • Wissenschaftliche Fundierung inklusiven Handelns: Befunde der Unterrichtsforschung mit Fokus auf die unter Ziele genannten Themenfelder und deren Implikationen für einen Unterricht in heterogenen Gruppen
  • Institutioneller Rahmen inklusiven Handelns: gesetzliche Rahmenbedingungen von Inklusion am Beispiel der schulischen Sprachförderung (insbesondere Sprachheilpädagogik, DaZ-Fördermodelle und muttersprachlicher Unterricht)
  • Lernbiografische Voraussetzungen und Antworten inklusiven Handelns: Szenarien des Erst- und Zweitspracherwerbs in ganzheitlicher, fächerverbindender Perspektive – Bedürfnisse, Strategien, Meilensteine
  • Lebensweltliche Erfahrungen inklusiven Handelns: Sprachlich-kommunikatives Wachsen im schulischen und familiären Alltag
  • Durchgängige Sprachbildung als inklusive Aufgabe in allen Fächern: Kommunikationsförderung, Sprachvorbilder und -tandems, kooperative Lehr-Lernformen
  • Kooperatives Entwickeln und Gestalten im inklusiven Handeln: Arbeitsformen, Lernmaterialien, Verfahren wechselseitigen Lernens, professionelle Lerngemeinschaften und deren Dynamiken
  • Multiperspektivische Planung und Organisation des Lernens in heterogenen Gruppen: Co-Planning und Co-Teaching von fächerübergreifenden Lehr-Lern-Settings aus Mathematik, Sprache/n und Anthropozän/Sachunterricht in projektbezogenen, didaktischen Entwicklungsräumen.

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • kennen Grundlagen inklusiver und allgemeinpädagogischer Didaktiken sowie deren Bausteine (Beziehungen und Teams, demokratische Schule, qualifizierende Schule, Ganztag mit Rhythmisierung, förderliche Lernumgebung, Lernende mit Förderbedarf, differenzierte Beurteilung, Schularchitektur, Beratung, Supervision und Evaluation) und können diese im Kontext von Unterrichtserfahrungen und/oder Videodokumentationen analysieren und reflektieren
  • sind in der Lage, die didaktischen Entscheidungen der Planung, Gestaltung und Evaluation von Lernsettings für heterogene Lerngruppen im gemeinsamen Unterricht im Hinblick auf Ergebnisse der empirischen Unterrichtsforschung, gesetzliche Rahmenbedingungen und individuelle Lernvoraussetzungen, Bedürfnisse und Bedarfe zu begründen und am Beispiel der Sprachförderung zu reflektieren
  • können Strategien und Meilensteine des Erst- und Zweitspracherwerbs in der Planung inklusiven Unterrichts (fächerverbindend) berücksichtigen
  • reflektieren den Erst- und Zweitspracherwerb als ganzheitlichen Entwicklungsprozess in Schule und Familie und können Strategien zur ganzheitlichen Begleitung formulieren
  • können den Unterricht als durchgängige Sprachbildung gestalten, indem sie Kommunikationsanlässe schaffen und in kooperativen Lernformen anbieten sowie als Sprachvorbild agieren
  • können grundlegende Kenntnisse über die Durchführung und Wirksamkeit kooperativer Arbeitsformen und Dynamiken in Lerngemeinschaften bei der Gestaltung effektiver Lehr-Lern-Szenarien nutzen
  • sind in der Lage, grundlegende Forschungsdesigns zu berufsfeldbezogenen Fragestellungen zu entwerfen (z.B. Vignetten- und Aktionsforschung)
  • verfügen über ein erweitertes diagnostisch-methodisches Handlungsrepertoire im Umgang mit heterogenen Gruppen – exemplarisch demonstriert in einer Fächerdomäne
  • kennen ausgewählte Modelle des Co-Teaching und Co-Planning als konstituierende Elemente kooperativen Classroom-Managements und können Co-Teaching und Co-Planning konstruktiv mitgestalten und planen
  • kennen die Prinzipien des Universal Design for Learning und können flexible Lernumgebungen planen.

Kenntnisse zur Inklusiven Didaktik, zur empirischen Unterrichtsforschung und zu deren methodischen und kommunikationsbezogenen Implikationen für inklusive Lehr-Lern-Settings sind grundlegend für die tägliche Arbeit in heterogenen, etwa in sprachlich vielfältigen, Klassen. Kollaborativ werden ausgehend von den fachlichen Grundlagen der Bildungsbereiche in einer fächerübergreifenden Vernetzung diversitätsorientierte Zugänge zu Bildungsinhalten exemplarisch erarbeitet. Die Erprobung erfolgt in projektbezogenen, didaktischen Entwicklungsräumen, wo deren Weiterentwicklung mit Expertinnen und Experten skizziert wird.

Kinder nehmen sich und andere wahr I 7 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Sozial-emotionales Lernen
Inklusive Pädagogik Schwerpunkt 4 Bildungsprozesse und Diversität der Wahrnehmung
  • Komplexe Lernbiografien und Intersektionalität
  • Entwicklung als bedingungsloser Anspruch an den Bildungsprozess – Komponenten der Entwicklung
  • Identifikation und Analyse sinnlicher Wahrnehmungsfähigkeiten (insbesondere des Hörens und Sehens) sowie von Verarbeitungsprozessen der Wahrnehmung mit Blick auf Potenziale des Lernens
  • Diversitätsorientierte Forschungsperspektiven des Lernens und der Entwicklung im Bereich Wahrnehmung
  • (Schrift)Sprach- und Kommunikationssysteme als Ressource und/oder Barriere im Kontext sinnlicher Wahrnehmungsfähigkeiten
  • Sozial-emotionale Zusammenhänge: Chancen und Herausforderungen auf individueller und gruppendynamischer Ebene

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können komplexe Lernbiografien und Intersektionalität rekonstruieren sowie an Wahrnehmung orientiert und ressourcenfokussiert diskutieren
  • sind in der Lage, die Heterogenität von Schülerinnen und Schülern diversitätsorientiert anzuerkennen sowie individuelle Entwicklungsverläufe fachsprachlich zu beschreiben
  • sind in der Lage, sinnliche Wahrnehmungsfähigkeiten v.a. des Hörens und des Sehens sowie Verarbeitungsprozesse der Wahrnehmung zu identifizieren, zu analysieren und potenzialorientiert für Lehr-Lern-Arrangements zu nutzen
  • sind in der Lage, sich im Hinblick auf die Begleitung von Lehr-Lern- und Entwicklungsprozessen reflektierend und analysierend mit Forschungsergebnissen auseinanderzusetzen und können daraus handlungsleitende Zusammenhänge zum heterogenen Schulfeld herstellen
  • können eigenständig und kollaborativ Fachliteratur mit Fokus auf Wahrnehmungsprozesse zu individuellen Aufgabenstellungen in ihrer zukünftigen Profession recherchieren und präsentieren
  • sind in der Lage, aus einem Repertoire an (Schrift)Sprach- und Kommunikationssystemen lösungsorientiert eine Auswahl zu treffen und als begründete Ressource in den Bildungsprozess zu integrieren
  • sind in der Lage, didaktisches Wissen zur Gestaltung barrierefreier Lernräume und -szenarien im Hinblick auf v.a. Hören und Sehen zu erweitern
  • können individuelle und gruppendynamische Chancen und Herausforderungen im Kontext komplexer Lernbiografien, die sich aus sozial-emotionalen Entwicklungsverläufen im Kontext Wahrnehmung ergeben, beschreiben und analysieren und präventive Begleitprozesse skizzieren.

Sinneswahrnehmungen, insbesondere Hören und Sehen, und Wahrnehmungsverarbeitung spielen in Lernprozessen eine bedeutsame Rolle. Ausgehend von komplexen Lernbiografien befassen sich die Studierenden mit Komponenten der kindlichen Entwicklung im Zusammenhang mit Wahrnehmungsprozessen und damit verknüpfter sozial-emotionaler Chancen und Herausforderungen in heterogenen Lerngemeinschaften. Aktuelle Forschungsergebnisse bieten einen diversitätsorientierten Blick auf Lernpotenziale und -barrieren, etwa im Bereich der Kommunikationsunterstützung.

Kinder nehmen sich und andere wahr II 7 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Medienbildung
  • Diversität/Inklusion
Inklusive Pädagogik Schwerpunkt 4 Kooperative Lehr-Lernkultur und Diversität von Wahrnehmung
  • (Fach)Didaktisch relevante und datenbasierte Beobachtungsverfahren und formative Diagnosemöglichkeiten
  • Identifikation von Ressourcen und Barrieren für das individuelle und gemeinsame Lernen
  • Diagnostisches Handeln – diversitätssensible Entwicklungsförderung
  • Kooperatives Classroom-Management in inklusiven Lernumgebungen; Co-Planning und Co-Teaching
  • Alternative Lehrpläne und Lehrplanergänzungen für die Bereiche Hören und Sehen
  • Planung, Organisation und Evaluierung Inklusion unterstützender Lehr-Lern-Szenarien in heterogenen Gruppen
  • Lernstandserhebung sowie Leistungsfeststellung und -beurteilung unter Berücksichtigung unterschiedlicher Wahrnehmungsprozesse

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, ihr (fach)didaktisches Wissen zu Wahrnehmungsprozessen und damit assoziierte datenbasierte Beobachtungsverfahren und formative Diagnosemöglichkeiten kompetent zu erweitern und an Diversität orientiert anzuwenden
  • können Ressourcen und Barrieren an Wahrnehmungsprozessen orientiert für das individuelle und gemeinsame Lernen identifizieren und lösungsorientierte Fachgespräche führen
  • sind in der Lage, diversitätssensible Entwicklungsförderung darzulegen und theoriegeleitet zu begründen
  • sind in der Lage, in ihrem Praxisfeld Classroom-Management (Fokus: sinnliche Wahrnehmungsprozesse) im Sinne einer positiven Interdependenz aufzubauen und im Team eine aktive Rolle für alle Lernenden zu übernehmen
  • können individuelles, gemeinsames und gegenseitiges Lernen in heterogenen Gruppen fachwissenschaftlich und -didaktisch kooperativ planen, organisieren und evaluieren
  • sind in der Lage, Lernmaterial für Wahrnehmungsprozesse zu adaptieren, innovative Formen der digitalen Bildung und der assistierenden Technologien zu nutzen sowie Assistenzsysteme in der Planung zu berücksichtigen
  • können Unterrichtsplanung und Lernstandserhebung unter Beachtung aktuell gültiger gesetzlicher Rahmenvorgaben an besondere Wahrnehmungsbedingungen von Lernenden adaptieren, durchführen und evaluieren
  • sind in der Lage, Leistungsfeststellung und -beurteilung mit Berücksichtigung alternativer Lehrplanbezüge (LBVO) nach aktuell gültiger Rechtslage zu kontextualisieren.

Adäquate Förderung basiert auf pädagogischer, handlungsleitender Diagnostik, Wissen über Bildungsprozesse in der Praxis und effizientem, kooperativem Classroom-Management. Davon ausgehend erwerben Studierende zentrale Kenntnisse und Kompetenzen in der Gestaltung von inklusiven Lehr-Lern-Settings, im Co-Planning, Co-Teaching und hinsichtlich gesetzlicher Vorgaben für Lehrplan und Leistungsbeurteilung im Kontext unterschiedlicher Ausgangslagen der Wahrnehmungsbereiche.

Kinder haben Freude am Lernen 7 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Diversität/Inklusion
Lerncoaching Schwerpunkt 4 Individualisierung und potenzialorientiertes Coaching
  • Heterogenität und Lernvoraussetzungen: Beobachtung von Lernen und Analyse von kognitiven Ausgangslagen und Aspekten der Wahrnehmung
  • Kindliche Entwicklung und Transition
  • Lehrperson als Lerncoach: Aufgaben und Rollenverständnis
  • Elemente des Coachings: Dimensionen und Methoden
  • Grundlagen der Begabungs- und Begabtenforschung
  • Begabungsmodelle
  • Begabungsfördernde Lernkultur

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, für die Anerkennung der Heterogenität einer Gruppe von Lernenden auf ein evidenzbasiertes Repertoire an Beobachtungs- und Analysekriterien zurückzugreifen
  • sind in der Lage, Beobachtungs- und Wahrnehmungsbereiche bildungs- und fachsprachlich zu benennen
  • können erworbenes Grundlagenwissen im Hinblick auf die Schuleingangsphase und den Anfangsunterricht diskutieren
  • können Entwicklungs- und Transitionsprozesse durch Auswahl und Bereitstellung von adäquaten Arbeitsmaterialien unterstützen
  • sind in der Lage, aus einem differenzierten Rollenverständnis als Lehrperson/Lerncoach zu agieren
  • sind in der Lage, Dimensionen des Lerncoaching zu thematisieren, zu reflektieren und Strategien des Lerncoaching anzuwenden
  • können basierend auf Wissen zu Begabung und Begabungsförderung lernfördernde Umgebungen gestalten
  • können Konzepte der Lernbegleitung sowohl für den individualisierten als auch für den gemeinsamen Unterricht einsetzen.

Zu den zentralen Dimensionen des Coachings gehört die Analyse der Lernausgangslagen. Wesentliche Kriterien der Beobachtung von individuellen Lernvoraussetzungen werden angeleitet und in ihrer Relevanz für Lehr-Lern-Prozesse analysiert. In ihrer lösungsorientierten Funktion wird die Lehrperson zum Lerncoach mit entsprechenden beratenden und begleitenden Kompetenzen. Dieser potenzialorientierte Zugang wird durch Wissen über aktuelle Forschungsergebnisse zur Begabungs- und Begabtenforschung komplettiert.

Kinder lernen an Schulstandorten mit gelebter Mehrsprachigkeit 7 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
Sprachliche Bildung / MSP Schwerpunkt 4 Lehren und Lernen in einer mehrsprachigen Gesellschaft
  • Schulstandorte mit gelebter Mehrsprachigkeit: spezifische Herausforderungen und pädagogische Aufgabenstellungen
  • Handlungs- und Aufgabenfelder von Lehrpersonen in mehrsprachigen Settings
  • Didaktische Modelle für inklusive Lehr- und Lernformen im mehrsprachigen Klassenzimmer
  • Strukturverständnis von Sprachen als Grundlage diversitätssensibler Begegnung
  • Minderheitensprachen Europas und Österreichs und Perspektiven ihrer Förderung im Bildungssystem
  • Einsatz alternativer Kommunikations-, Sprach- und Schriftsysteme in der gemeinsamen Unterrichtsgestaltung
  • Sprachenporträts und Sprachenbiografien
  • Bewusstseinsbildung für verschiedene Sprachregister und Kommunikationsformen

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • vergleichen und diskutieren Modelle von Schulstandorten mit gelebter Mehrsprachigkeit, um spezifische Herausforderungen und pädagogische Aufgabenstellungen zu ergründen
  • kennen Handlungs- und Aufgabenfelder von Lehrpersonen an Schulstandorten mit gelebter Mehrsprachigkeit und analysieren diese im Hinblick auf ihre künftige Tätigkeit als Lehrkraft
  • vergleichen und diskutieren (auch digitale) Modelle für Lehr- und Lernformen in mehrsprachigen Klassenzimmern
  • kennen Sprachensteckbriefe, auch von Minderheitensprachen, und nutzen ihr daraus erworbenes Wissen über Verbreitung, Geschichte und Struktur einzelner Sprachen in Österreich, Europa und in der Welt für eine fehlertolerante und Herkunftssprachen respektierende Sprachkultur
  • erstellen Sprachenporträts und lesen Sprachenbiografien, um ihr pädagogisches Selbstverständnis als auch ihre diversitätssensible Einstellung zu vertiefen
  • kennen Methoden, um verschiedene Kommunikationsformen und alternative Sprach- und Schriftsysteme (z.B. Gebärdensprache) im Lehr-Lern-Geschehen einzusetzen
  • kennen die Unterschiede zwischen verschiedenen sprachlichen Registern von der Allgemein- bis zur Bildungssprache und sind sich ihrer sprachlichen Vorbildfunktion als Lehrkraft bewusst.

Die Sprache ist im Bildungswesen weniger denn je als eine einheitliche Sprache zu verstehen. An Schulstandorten mit gelebter Mehrsprachigkeit begegnen einander Kinder, deren familiäre, kulturelle und religiöse Wurzeln sich grundlegend unterscheiden können. Ein wertschätzender Umgang mit Mehrsprachigkeit und Sprachenvielfalt gelingt auf der Grundlage von fachwissenschaftlichem und fachsprachlichem Wissen nach dem aktuellen Stand der Sprachlern- und -lehrforschung.

Kinder verwirklichen sich I 8 N Diversität
  • Sozial-emotionales Lernen
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Diversität/Inklusion
Inklusive Pädagogik Schwerpunkt 4 Moderation von Weltwirklichkeiten I
  • Menschenrechte und Menschenwürde: diversitätsorientierte Diskurse, komplexe Lernbiografien und Intersektionalität
  • Lerntheoretische Begründungslinien zu unterschiedlichen Lernausgangslagen; Lernen und Entwicklungsfragen
  • Kognitive und motorische Prozessbarrieren und -ressourcen mit Fokus auf spezielle Anforderungen des Lernens
  • Vertiefung der wissenschaftlichen Grundlagen der Begabungsforschung
  • Begabungsfördernde Lernkultur
  • Sozial-emotionale Zusammenhänge: Chancen und Herausforderungen auf individueller und gruppendynamischer Ebene
  • Moderne Kommunikationssysteme zur Ermöglichung einer (inter-)aktiven Partizipation aller am Unterricht

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • können inklusionsorientierte Diskurse initiieren und Position für ein menschenwürdiges Leben und Lernen aller beziehen
  • können komplexe Lernbiografien und Intersektionalität im Hinblick auf Kognition und Motorik rekonstruieren sowie inklusive Bausteine lösungsorientierten Handelns erkennen
  • sind in der Lage, Entwicklungsverläufe und Potenziale von Schülerinnen und Schülern unabhängig von deren Ausgangslagen bildungs- und fachsprachlich zu dokumentieren
  • sind in der Lage, Anforderungen an Kognition und Motorik für das Lernen zu identifizieren, zu analysieren und ihre Erkenntnisse für den Entwurf potenzialorientierter Lehr-Lern-Arrangements zu nutzen
  • können eigenständig und kollaborativ Fachliteratur mit Fokus auf Kognition und Motorik zu individuellen Aufgabenstellungen in ihrer zukünftigen Profession recherchieren, präsentieren und verschriftlichen
  • können Begabungen auf Basis unterschiedlicher Lebensperspektiven der Schüler/innen identifizieren und die Lernenden potenzialfokussiert beraten
  • können Begabungen innerhalb des heterogenen und sozialen Schulfeld fördern, unterstützen und forcieren
  • sind in der Lage, die aktive Partizipation aller am Unterricht durch den Einsatz moderner Kommunikationssysteme zu ermöglichen
  • können ihr (fach)didaktisches Wissen zur Gestaltung barrierefreier Lernräume und -szenarien im Hinblick auf Kognition und Motorik erweitern
  • können individuelle und gruppendynamische Chancen und Herausforderungen im Kontext komplexer Lernbiografien, die sich aus sozial-emotionalen Entwicklungsverläufen im Zusammenhang mit Kognition und Motorik ergeben, beschreiben und analysieren und präventive Begleitprozesse skizzieren.

Kognition und Motorik spielen in Lernprozessen eine bedeutsame Rolle. Ausgehend von komplexen Lernbiografien mit Fokus auf Menschenrecht und Menschenwürde befassen sich die Studierenden mit Komponenten der kindlichen Entwicklung im Zusammenhang mit unterschiedlichen Anforderungen an das Lernen und deren Bedeutungszusammenhang mit Kognition und Motorik sowie damit verknüpfter sozial-emotionaler Chancen und Herausforderungen in heterogenen Lerngruppen. Ergebnisse der Forschung zeigen den Studierenden Wege zu einer begabungsfördernden Lernkultur.

Kinder verwirklichen sich II 8 N Diversität
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Diversität/Inklusion
Inklusive Pädagogik Schwerpunkt 4 Moderation von Weltwirklichkeiten II
  • Einsatz von pädagogischen Beobachtungen und Diagnosen für die Unterrichtsgestaltung mit besonderer Berücksichtigung der Fachbereiche Deutsch und Mathematik
  • Identifikation von Ressourcen und Barrieren für das individuelle, gemeinsame und gegenseitige Lernen
  • Diversitätssensible und inklusionsorientierte Entwicklungsförderung unter Beachtung aller gesetzlichen Optionen (Alternative Lehrpläne, Lehrplanergänzungen, Leistungsfeststellung, Akzeleration)
  • Pädagogische Beratungs- und Intervisionsprozesse: Gestaltung und Partizipation
  • Pädagogische Begleitung von Transitionsprozessen
  • Planung, Organisation und Evaluierung inklusiver Lehr-Lern-Szenarien in heterogenen Gruppen
  • Diversitätsorientierte Forschungsperspektiven des Lernens und der Entwicklung im Bereich Kognition und Motorik

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, Ergebnisse datenbasierter Beobachtungsverfahren mit ihrem fachdidaktischen Wissen zu Kognition und Motorik zu vernetzen und an Diversität orientiert anzuwenden
  • können Ressourcen und Barrieren an Kognition und Motorik orientiert für das individuelle, gemeinsame sowie gegenseitige Lernen identifizieren und kontextualisierte Fachgespräche führen
  • sind in der Lage, Entwicklungsförderung und -planung bei unterschiedlichen Förderbedarfen darzulegen, theoriegeleitet zu begründen und professionsbezogen zu formulieren
  • können Unterrichtsplanung und Lernstandserhebung unter Beachtung aktuell gültiger gesetzlicher Rahmenvorgaben gemäß kognitiver und motorischer Anforderungen von Lernenden adaptieren
  • können alle am pädagogischen Prozess Beteiligten fachgerecht, wertschätzend und zielorientiert beraten
  • sind in der Lage, Kinder und deren Bezugspersonen bei der Transition professionell zu begleiten
  • können individuelles, gemeinsames und gegenseitiges Lernen in heterogenen Gruppen fachwissenschaftlich und -didaktisch kooperativ planen, organisieren und evaluieren
  • sind in der Lage, barrierefreie Lernmaterialien auszuwählen, zu erstellen und zu evaluieren
  • sind in der Lage, sich im Hinblick auf die Begleitung von Lehr-Lern- und Entwicklungsprozessen reflektierend und analysierend mit Forschungsergebnissen auseinanderzusetzen und daraus handlungsleitende Zusammenhänge zum heterogenen Schulfeld herzustellen.

Der professionelle Alltag von Lehrerinnen und Lehrern ist geprägt von vielfältigen Anforderungen aufgrund der Diversität der Lernenden. Vorbereitend darauf werden Aspekte der Entwicklung inklusive möglicher Barrieren und Ressourcen, der dazugehörigen Diagnostik und der gesetzlich vorgegebenen Möglichkeiten mit Fokus auf den kognitiven und motorischen Bereich thematisiert. Ziel ist das Erreichen der erforderlichen Kompetenzen für die inklusionsorientierte Arbeit in einer heterogenen Lerngruppe.

Kinder sind begabt 8 N Diversität
  • Entrepreneurship Education
  • Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung
  • Diversität/Inklusion
Lerncoaching Schwerpunkt 4 Ganzheitliche Begabungsförderung
  • Begabung und Lebensperspektive: Verortung und Screening differenter Begabungsbereiche
  • Verständnis von Begabungsförderung in einer ganzheitlichen Sichtweise
  • Coaching zur Entwicklung einer je individuellen biografischen Bildungsperspektive inklusive praktischer Erprobung im Rahmen eines eigenverantworteten Projekts
  • Partizipation der Schüler/innen an der Gestaltung von Lehr-Lernprozessen
  • Gestaltung und Adaptierung von Lernumgebungen, um differenzensensibles Lernen zu ermöglichen (z.B. Universal Design for Learning)
  • Methoden der schulischen Förderung: Überblick über evidenzbasierte Förderprogramme im Spektrum ganzheitlicher Begabungsförderung
  • Anwendung und unterrichtsbezogene Evaluierung ausgewählter fachdidaktischer Förderangebote in den Lernfeldern Mathematik, Deutsch und Englisch

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • verwenden einen weiten Begabungsbegriff und sind in der Lage, Begabungen vor dem lebensperspektivischen Hintergrund der Schüler/innen zu identifizieren
  • können Förderung und Forderung von Schülerinnen und Schülern als einen ganzheitlichen Prozess verstehen
  • sind in der Lage, Instrumente zur Verortung individueller Lernausgangslagen auszuwählen und anzuwenden
  • können mit Institutionen und kommunalen Einrichtungen im Umfeld des Bildungsbereichs im Rahmen der Third Mission der Hochschule kooperativ interagieren
  • können aufgrund praktischer Erfahrungen in einem eigenverantworteten Projekt und theoriegeleitetem wie auch reflektierend erworbenem Wissen ein Coaching anbieten, welches sich am Entwurf individueller Bildungsperspektiven für die Schüler/innen orientiert
  • sind in der Lage, die Diversität von Lernenden als Chance anzuerkennen und Lehr-Lernprozesse partizipativ zu gestalten
  • können Lernräume und -umgebungen differenzsensibel gestalten, sodass sowohl individuelle Rückzugsräume als auch Interaktionsgelegenheiten geschaffen werden
  • können aus einem vertieften Anwendungswissen heraus evidenzbasierte Förderprogramme begründet auswählen und realisieren
  • sind in der Lage, die angewendeten Fördermaßnahmen im situativen Kontext zu evaluieren.

Ausgehend von der Individualität von Lernausgangslagen beleuchten Studierende pädagogisches Coaching unter dem Aspekt einer ganzheitlichen Sicht auf Begabung. Sie erlangen Einblick in die pädagogische Diagnostik- und Förderplanung unter dem Aspekt der Inklusion. Dadurch werden Kompetenzen in der Gestaltung von Lernumgebungen für ein differenzensensibles Lernen aufgebaut. In diesem Rahmen soll die soziale, sprachliche, ethnische und kulturelle Vielfalt wertschätzende und ressourcenfokussierte Beachtung finden.

Kinder mit unterschiedlichen Erstsprachen lernen Deutsch als Zweitsprache 8 N Diversität
  • Sprachliche Bildung
  • Interkulturelle Bildung/Mehrsprachigkeit
  • Diversität/Inklusion
Sprachliche Bildung / MSP Schwerpunkt 4 Deutschlernen in einer mehrsprachigen Gemeinschaft
  • Prozesse kindlichen Erst- und Zweitspracherwerbs (DaE, DaZ, DaF, Englisch als Brückensprache)
  • Sprachliche Register und Fehlerkultur im Spracherwerb
  • Sprachvorbilder und Kommunikationsgelegenheiten als Gelingensbedingungen für sprachliche Entwicklung bei Mehrsprachigkeit
  • Alphabetisierung in der Erst- und Zweitsprache
  • Modelle des DaZ-Unterrichts in mehrsprachigen Klassen
  • Sprachlernstrategien und Förderungsmodelle von Hören, Sprechen, Lesen und Schreiben als soziale und kulturelle Praxen in heterogenen Klassen
  • Konzeptwissen um Inter- und Transkulturalität im Kontext von Diversität

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • kennen die Prozesse des kindlichen Erstspracherwerbs und den aktuellen Forschungsstand im Hinblick auf die Hypothesen zum Zweitspracherwerb
  • nutzen ihr Wissen über den Erst- und Zweitspracherwerb für eine fehlertolerante und Herkunftssprachen respektierende Sprachkultur
  • kennen Verzögerungen und Hürden im Erst- und Zweitspracherwerbsprozess und können inklusive Kommunikationsverfahren anwenden
  • wissen um die Bedeutung von Sprachvorbildern beim Spracherwerb und können die erforderlichen Kommunikationsgelegenheiten im Unterricht sicherstellen und gestalten
  • können im Alphabetisierungsprozess die individuellen Ausgangslagen mehrsprachiger Schüler/innen berücksichtigen
  • kennen unterschiedliche Modelle des Unterrichts in mehrsprachigen Klassen und wissen diese kritisch zu betrachten
  • vermitteln Sprachlernstrategien, um Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Sprachbildungsprozessen zu unterstützen
  • vergleichen und diskutieren Konzepte der Inter- und Transkulturalität, um das sprachliche und kulturelle Potenzial in mehrsprachigen Klassen zu nutzen.

Durch den Schuleintritt ändert sich die sprachliche Lebenswelt der Kinder in qualitativ bedeutsamer Weise, da sie sich mit der Schriftform der deutschen Sprache und den Registerunterschieden intensiv auseinandersetzen. In einem handlungsorientierten Unterricht, der Deutsch als Erst- und Zweitsprache berücksichtigt, erwerben Schülerinnen und Schüler mit DaZ kindgerechte Strategien, die sie dazu befähigen, sprachliche Elemente, Strukturen und Regeln in einer neuen Sprache zu beschreiben und Sprachen in Beziehung zueinander zu setzen.

Kinder prägen Schule durch ihre Vielfalt 2 Mathematik
1 Bildnerische Erziehung
1 Musikerziehung
1 Lebende Fremdsprache
9 N Diversität
  • Bildungs-, Berufs- und Lebensorientierung
  • Wissenschaftliches Arbeiten
  • Diversität/Inklusion
Fachwissenschaft / Fachdidaktik 5 Lernen im Horizont von Schule im 21. Jahrhundert
  • Bildungsreformen und reformpädagogische Konzepte in exemplarischen Anwendungen im fachdidaktischen Bereich (Mathematik, kreative Fächer)
  • Empirische Zugänge der Schul- und Unterrichtsforschung
  • Profile für die inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung im nationalen und internationalen Kontext; empirische Befunde und praktische Beispiele mit Bezug zu ausgewählten Unterrichtsfächern
  • Qualität von Unterricht und Schule (Individuelle Lehrplanentwicklung); inklusive Didaktik in der Praxis; Merkmale guten Unterrichts und guter Schulen
  • Schulentwicklung (SQA-Entwicklungsplan; z.B. Index für Inklusion)
  • Professionalität: Kooperationskultur, institutionalisierte Form der Zusammenarbeit und Leadership
  • Aktuelle Fragen in der Bildungsforschung

Die Absolventinnen und Absolventen …

  • sind in der Lage, Veränderungsprozesse in der Gesellschaft kritisch zu beurteilen, sich nachhaltige/bildungsgerechte und soziale Zukunftsvisionen zu vergegenwärtigen und die Anerkennung von Diversität als Rahmenkonzept für österreichische Bildungsinstitutionen zu identifizieren und mitzugestalten
  • können Schule und Unterricht, auch in reformpädagogischen Settings, im Kontext von Lehr-Lernprozessen und Interaktionsprozessen basierend auf Qualitätskriterien analysieren (z.B. Leadership, professionelle Lerngemeinschaften)
  • sind in der Lage, im Rückgriff auf den österreichischen und internationalen fachwissenschaftlichen Diskurs zu Diversität und Inklusion die Voraussetzungen und Indikatoren zur Schaffung inklusiver Kulturen, Strukturen und Praktiken in Schule und im Schulsystem zu identifizieren und in ihrem pädagogischen Handeln zu kontextualisieren und zu berücksichtigen
  • sind dazu imstande, Schulprofile guter, diversitätssensibler Schulen auf nationaler und internationaler Ebene anhand definierter Qualitätsbereiche (z.B. SQA, Deutscher Schulpreis) zu analysieren
  • können ihre fachlichen und didaktisch-methodischen Kompetenzen zu heterogenen Settings und Schulentwicklung im Rahmen pädagogisch-praktischer Lern- und Arbeitsfelder (PPS, Hospitationen, Berufspraxis) vor dem Hintergrund eines diversitätsorientierten Unterrichts einsetzen, reflektieren und evaluieren
  • kennen die verpflichtenden Vorgaben zur Schulqualitätsentwicklung in Österreich und können auf dieser Basis z.B. die Arbeit an Entwicklungsplan und Schulleitbild schulintern und mit Stakeholdern diskutieren und mitgestalten, Entwicklungsprozesse von Schulen reflektieren und in konstruktiven Diskursen (in Teams, in Peergruppen bzw. mit Kolleginnen und Kollegen) zur Weiterentwicklung beitragen
  • können vor dem Hintergrund einer professionellen Kooperationskultur institutionalisierte Formen der Zusammenarbeit realisieren und ausgewählte Führungsaufgaben auf Klassen- und Schulebene übernehmen
  • sind in der Lage, aktuelle Fragen der Bildungsforschung zu benennen und in ihrer Relevanz für das pädagogische Handeln einzuordnen (z.B. Nationaler Bildungsbericht, Metastudien, Clearing-House-Mechanismus).

Bildungsinstitutionen sind gesellschaftlichen Bedingungen entsprechend und aufgrund der Ergebnisse pädagogischer Forschung im organisatorischen wie auch im fachdidaktischen Bereich einem stetigen Wandel unterworfen. Die Studierenden gewinnen Einblicke in organisatorische und strukturelle Aspekte von Profilen für inklusive Schul- und Unterrichtsentwicklung. Darüber hinaus liegt der Fokus auf unterschiedlichen didaktischen Konzepten für eine Vielfalt spezifischer pädagogischer Bedarfe unter dem Aspekt der Gestaltung inklusiver Lehr-Lernumgebungen.

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