Springe direkt zu :

Menü schließen

Brotkrümelnavigation:

Hauptinhalt:

Zukünftewerkstatt zur „Kurstadt der Zukunft“

Wie wollen wir im Jahr 2076 gut leben? Welche Rolle spielen Gesundheit, Natur, Mobilität und gesellschaftliches Miteinander in den Kurstädten der Zukunft? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Schüler*innen der Praxismittelschule Pelzgasse gemeinsam mit Forscher*innen der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich im Rahmen des Futures Stories Lab zur „Kurstadt der Zukunft“. Ziel ist es, Jugendliche dabei zu unterstützen, Zukunft aktiv zu denken, unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten zu reflektieren und gemeinsam wünschenswerte Zukunftsbilder für ihre Lebenswelt zu entwerfen.

Das Futures Stories Lab wurde im Rahmen des Forschungsprojekts „Zukunft lernen, Zukünfte lehren (ZL²)“ des UNESCO Chairs der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich entwickelt und knüpft an das Konzept Futures Literacy der UNESCO an. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie junge Menschen befähigt werden können, mit Unsicherheit umzugehen, alternative Zukünfte zu imaginieren und Verantwortung für die Gestaltung einer nachhaltigen und lebenswerten Gesellschaft zu übernehmen.

Gemeinsam Zukunft gestalten

Ausgangspunkt des Futures Stories Labs ist die Auseinandersetzung mit der Kurstadt Baden als Lebens-, Gesundheits- und Erholungsraum. Die Schüler*innen beschäftigen sich mit aktuellen Wasserorten in der Kurstadt (z.B. Mühlbach, Römertherme, Ursprungsquelle, …) und entwickeln eigene Zukunftsvisionen zu den Orten.

In kreativen Arbeitsphasen entstehen Zukunftsszenarien, Geschichten, Modelle und Gestaltungsideen für die Kurstadt des Jahres 2076. Dabei werden wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Vorstellungen und Erfahrungen der Jugendlichen verknüpft. Ziel ist es, nicht nur mögliche Entwicklungen zu diskutieren, sondern gemeinsam wünschenswerte Zukünfte zu entwerfen und konkrete Handlungsoptionen abzuleiten.

Forschung im Klassenzimmer

Das Futures Stories Lab wird im Sinne des Educational Design Research wissenschaftlich begleitet. Forschende des UNESCO Chairs (Carmen Sippl, Karin Tengler und Rita Krebs) sowie des Departments Bildungswissenschaften (Astrid Wittmann, Christian Haider) untersuchen gemeinsam mit den Lehrpersonen der Praxismittelschule (Claudia Adorjan-Lorenz, Petra Festi und Magdalena Fliedl), wie sich Futures Literacy durch innovative Unterrichtsformate fördern lässt. Vielen herzlichen Dank an dieser Stelle an die beteiligten Lehrpersonen und insbesondere an die Direktorin der Praxismittelschule Pelzgasse, Brigitte Gumilar für ihre Unterstützung bei der tatkräftigen Mitgestaltung dieses Forschungsprojekts!

Im Mittelpunkt der Begleitforschung stehen die Lernprozesse der Schüler*innen sowie die Frage, welche Kompetenzen aus dem FuturesComp sie beim Entwickeln und Reflektieren unterschiedlicher Zukunftsszenarien erwerben. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung des didaktischen Konzepts ein und leisten einen Beitrag zur Forschung im Bereich der Zukünftebildung.

Zukunftskompetenzen stärken

Die Zukünftewerkstatt „Kurstadt der Zukunft“ zeigt, wie Schüler*innen zu aktiven Mitgestalter*innen ihrer Zukunft werden können. Durch die Verbindung von wissenschaftlicher Auseinandersetzung, kreativem Zukunftsdenken und gemeinschaftlicher Problemlösung werden zentrale Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität, Perspektivenwechsel, Zusammenarbeit und verantwortungsvolles Handeln gefördert. Gleichzeitig erfahren die Jugendlichen, dass Zukunft nicht vorhergesagt, sondern gemeinsam gestaltet werden kann.

2. Juli 2026 | Forschung | PH NÖ