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Futures Literacy im globalen Bildungsdiskurs

UNESCO Chairholder empfehlen Futures Literacy für Global Education - Globale Bildung als Triebkraft für Frieden, Gerechtigkeit und gemeinsames Handeln

Bei der 6. Internationalen Konferenz des „Academic Network on Global Education and Learning (ANGEL)“, die am 10./11. September 2026 an der Universität Bologna stattfand, wurde die Rolle der globalen Bildung als Triebkraft für Frieden, Gerechtigkeit und gemeinsames Handeln angesichts von Krieg, Umweltkrisen, zunehmender Ungleichheit sowie dem Aufkommen von Nationalismus und Autoritarismus kritisch beleuchtet. Im Zentrum standen die drängenden ethischen, pädagogischen und politischen Fragen, die sich für die globale Bildung mit Blick auf Klimagerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Zukunftsgestaltung ergeben. Forscher*innen, Pädagog*innen, Praktiker*innen und politische Entscheidungsträger*innen diskutierten über globale Bildung und globales Lernen als einen unverzichtbaren Raum für Dialog, kritisches Hinterfragen, Meinungsvielfalt und Solidarität bei der Gestaltung einer gerechten, friedlichen und nachhaltigen globalen Zukunft.

Futures Literacy & globales Lernen

Das UNESCO-Bildungskonzept Futures Literacy will Lernende zukunftsorientiert für eine Welt im Wandel stärken. In ihrem Beitrag „Imagining Sustainable Futures: Futures Literacy Pedagogy in Global Education“ stellten die UNESCO Chairholder Carmen Sippl und Karin Tengler Forschungsergebnisse aus dem GFF NÖ-geförderten Projekt „Zukunft lernen, Zukünfte lehren“ vor. Am UNESCO-Lehrstuhl „Futures Literacy – Zukünfte lernen und lehren im Anthropozän“ an der Pädagogischen Hochschule NÖ wird Futures Literacy als globales Bildungskonzept verstanden und in Lehrmethoden für die pädagogische Praxis übersetzt. Dafür werden didaktische Konzepte, Methoden und Werkzeuge entwickelt, die das Zukünftedenken lehrplanübergreifend fördern.

Transformatives Lernen mit dem „Futures Stories Lab“

Die Zukünftewerkstatt „Futures Stories Lab“ wurde im Rahmen von designbasierter Forschung als Makromethode der Didaktik der Zukünftebildung (Futures Literacy Pedagogy) entwickelt, um transformative Lernerfahrungen zu ermöglichen. Sie bietet einen strukturierten, aber flexiblen Rahmen, um Zukünftedenken zu üben und nachhaltige Zukunftsvisionen zu entwerfen und zu erzählen. Sie wurde in der Primarstufe, Sekundarstufe und Hochschullehre getestet und wird durch den Kompetenzrahmen „FuturesComp“ ergänzt. Für die Ausgestaltung in Unterricht und Lehre stehen im „Methodenmosaik“ Mikromethoden zur Verfügung. Futures Literacy, verstanden als Bildungskonzept zur Vermittlung von Zukünftegestaltungskompetenzen, kann damit für globale Bildung und globales Lernen entsprechend der „European Declaration on Global Education to 2050“, der sog. Dublin Declaration, für die Gestaltung von transformativen Lernprozessen empfohlen werden.

11. September 2026 | Forschung | International | PH NÖ