Wie können nachhaltige Zukünfte imaginiert werden? Welche Rolle spielt die Kultur als treibende Kraft für Nachhaltigkeit? Die 26. Futures Conference an der Universität Turku lud über 300 Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt ein, die Zusammenhänge von Nachhaltigkeit, Zeitlichkeit und Zukünften zu diskutieren.
Das Finland Futures Research Centre (FFRC) und die Finland Futures Academy (FFA) an der Universität Turku veranstalten eine jährliche Zukunftskonferenz, die zum Austausch über aktuelle Themen aus den Bereichen Futures Studies und Foresight einlädt. Die 26. Futures Conference vom 9./10. Juni 2026 war dem Themenfeld „Sustainability, Temporalities and Futures“ gewidmet. Die Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit ist das Gebot unserer Zeit, doch wie lässt sich dieser grundlegende Wandel gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Systeme und Praktiken erreichen? Welche Rolle spielen verschiedene Akteure, Themen und Perspektiven beim Aufbau einer gerechten und nachhaltigen Gesellschaft? Aus multidisziplinären Perspektiven wurde über diese Fragen diskutiert. Die Keynotes stellten dar, wie globale Geopolitik, zukunftsorientiertes Denken im Zeichen der Gerechtigkeit und die Kraft lokaler Erzählungen miteinander verbunden werden können, um einen umfassenden Fahrplan für die Bewältigung unserer globalen Krise zu liefern.
Carmen Sippl und Karin Tengler, die Chairholder des UNESCO-Lehrstuhls „Futures Literacy – Zukünfte lernen und lehren im Anthropozän“ an der PH NÖ (https://www.ph-noe.ac.at/unesco-chair), stellten Ergebnisse aus ihrer Forschung zur Didaktik der Zukünftebildung vor. Das UNESCO-Konzept Futures Literacy wird dabei im Format der Zukünftewerkstatt „Futures Stories Lab“ sowohl mit Schüler*innen der Primar- und der Sekundarstufe, als auch mit Studierenden in der Erstausbildung und der Weiterbildung im Team mit Rita Krebs, Ioana Capatu, Astrid Wittmann und Christian Haider getestet und ausgewertet. Aufgebaut wird dabei auf den Erkenntnissen aus dem Erasmus+-Projekt „CultureNature Literacy: Schulische Schlüsselkompetenzen für Zukunftsgestaltung im Anthropozän“ (https://cnl.ph-noe.ac.at/). Im Zentrum steht ein transformatives Verständnis von zukunftsorientierter Bildung, die zur aktiven, mitverantwortlichen Gestaltung einer guten und friedlichen Zukunft für alle inspirieren will. Im Methodenmosaik des UNESCO Chair sind die Erkenntnisse in Impulse für die pädagogische Praxis übersetzt.
Links:
Futures Conference 2026
UNESCO Chair an der PH NÖ
CNL an der PH NÖ