Was die Zukünftebildung zur Chancengerechtigkeit in der Bildung beitragen kann
Was sind die wichtigsten internationalen Erkenntnisse hinsichtlich der Fortschritte oder Rückschritte beim Zugang zu Bildung und der Chancengleichheit in der Bildung? Wie sieht die aktuelle Lage aus, und wie stehen die Aussichten für die Erreichung des SDG 4 bis 2030? Was sind die spezifischen Herausforderungen für Österreich in Bezug auf dieses Thema, und welche Strategien sind geeignet? Diese Fragen standen im Zentrum der internationalen Konferenz „Inequity in Education“, die am 25. September 2026 stattfand, veranstaltet von der Österreichischen UNESCO-Kommission in Kooperation mit dem Institut für Bildungswissenschaften der Universität Wien und der Österreichischen Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung (ÖFSE).
Die Konferenz fand im Kontext der Präsentation des jährlichen Globalen Bildungsberichts in Wien statt. Die Ausgabe 2026 ist einer umfassenden Bestandsaufnahme eines der wichtigsten Ziele gewidmet: Zugang zu und Chancengleichheit in der Bildung. Was sind die Ursachen der aktuellen Herausforderungen? Welche Rolle haben verschiedene Krisen (z. B. die Covid-19-Pandemie, Kriege und Konflikte) bei der Verzögerung der Fortschritte gespielt, und welche anhaltenden oder strukturellen Hindernisse bestehen weiterhin? Welche Herausforderungen werden international in verschiedenen Kontexten identifiziert, und welche Strategien werden empfohlen? Die Konferenz bot eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema aus verschiedenen Perspektiven und zur Weiterentwicklung des Dialogs zwischen verschiedenen Interessengruppen, darunter politische Entscheidungsträger, Forscher*innen, Pädagog*innen und die Zivilgesellschaft.
Der UNESCO-Lehrstuhl „Futures Literacy – Zukünfte lernen und lehren im Anthropozän“ an der PH NÖ war eingeladen, den Beitrag der Zukünftebildung zur Chancengerechtigkeit zu thematisieren. In ihrem Workshop “Futures Literacy Pedagogy – Introducing the Futures Stories Lab” stellte Chairholder Carmen Sippl Futures literacy als Bildungskonzept und die im FFG-geförderten Projekt „Zukunft lernen, Zukünfte lehren“ entwickelte Makromethode „Futures Stories Lab“ vor. Die Teilnehmer*innen konnten sich in einer Kurzfassung der Zukünftewerkstatt interaktiv mit zukunftsrelevanten Werten und dem FuturesComp auseinandersetzen. Dieser im Auftrag des BMFWF mitentwickelte Kompetenzrahmen bietet die Grundlage für die Implementierung von Futures Literacy in der Hochschulbildung. Von dieser Grundlage ausgehend lud die Zukünftewerkstatt dazu ein, eine Zukunft zu imaginieren, in der Chancengerechtigkeit in der Bildung gelebte Wirklichkeit ist. Die Ergebnisse machten den Teilnehmer*innen deutlich, wie bedeutsam aktives Zukünftedenken für transformative Lernprozesse ist.