Am 15. Juni 2026 wurde in der Aula LIBERTAS der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) die dritte ZaC-Ausstellung (Zukunft am Campus) „Sprachlich kulturelle Vielfalt in der Schule der Zukunft in einer Welt ohne Grenzen“ eröffnet. Gemeinsam mit dem UNESCO Chair präsentieren Studierende ihre Ideen, Forschungszugänge und Zukunftsentwürfe und laden bis zum Wintersemester zu einem inspirierenden Dialog über Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und Bildung in einer Welt ohne Grenzen ein.
Die Aula LIBERTAS ist aktuell Denkraum für Bildung, Begegnung und Zukunft. Im Zentrum der aktuellen ZaC-Ausstellung stehen Fragen, die Schulen und Gesellschaft gleichermaßen beschäftigen: Wie gelingt Zusammenleben in Vielfalt? Welche Rolle spielen Sprache und Kultur für Teilhabe und Zugehörigkeit? Und wie können junge Menschen auf eine Zukunft vorbereitet werden, die von Veränderung, Vernetzung und Vielfalt geprägt ist?
Die dritte ZaC-Ausstellung greift diese Fragen auf und bietet Raum für Austausch, Perspektivenwechsel und neue Denkansätze. Die von Studierenden der Lehrveranstaltung „Kinder lernen Fachsprachen kennen“ entwickelten Stationen laden dazu ein, Erfahrungen zu teilen, Sichtweisen zu hinterfragen und Zukunft neu zu denken. Dabei entstanden vielfältige Zugänge zu den Themen Mehrsprachigkeit, kulturelle Vielfalt und Bildungsgerechtigkeit. Fünf Mitmachstationen laden zum Erkunden vielfältiger Zukünfte in Form eines Reallabors ein. Ziel des Ausstellungsformates „Zukunft am Campus (ZaC)“ ist es, Futures Literacy in der Pädagog*innenbildung zu implementieren und Besucher*innen zu ermöglichen, partizipativ an der Entwicklung des interaktiven Ausstellungsformats mitzuwirken. Im Zuge der Feedbackstation werden die Besucher*innen dann dazu eingeladen, zur evidenzbasierten Weiterentwicklung des Projekts beizutragen.
Eröffnet wurde die Ausstellung von Vizerektorin Edda Polz. In ihrer Ansprache rückte sie die Bedeutung sprachlicher Vielfalt für Bildung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Mittelpunkt. „Mehrsprachigkeit setzt und versetzt und überwindet Grenzen“, so Polz. In diesem Gedanken verdichtete sich das zentrale Anliegen der Ausstellung: Bildung lebt von unterschiedlichen Perspektiven, von Offenheit und vom Mut, Grenzen zu überschreiten.
Die ZaC-Ausstellung (Zukunft am Campus) ist Teil des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Zukunft lernen, Zukünfte lehren (ZL²)“, das vom Land Niederösterreich, Abteilung Wissenschaft und Forschung, gefördert wird. Sie stellt einen innovativen Ansatz der Zukünftebildung dar, der am UNESCO Chair „Learning and Teaching Futures Literacy in the Anthropocene“ an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (https://www.ph-noe.ac.at/de/ph-noe/unesco-chair/) unter der Leitung von Carmen Sippl und Karin Tengler entwickelt wird. Ziel ist es, Räume zu schaffen, in denen Bildung als aktive Gestaltung von Zukunft verstanden und erlebt werden kann.
Durch die Eröffnung der Ausstellung führte Rita Krebs, die die Besucher*innen durch die Ausstellung begleitete und den Blick auf die Arbeiten der Studierenden lenkte. Die Studierenden verbinden in ihren Beiträgen zu den Stationen wissenschaftliche Fragestellungen mit kreativen Zugängen und eröffnen Perspektiven auf eine Schule, die Vielfalt als selbstverständlichen Bestandteil einer demokratischen Bildungslandschaft begreift. Vizerektorin Edda Polz formulierte dazu folgenden Gedanken: „Transkulturalität ist doch das Durchdringen von Grenzen. Sie macht aus Nachbarn Freunde, sie macht aus zwei Kreisen ein Netzwerk. Sie macht aus dem Ich und dem Du ein Wir und Uns.“
Was an diesem Nachmittag sichtbar wurde, reicht weit über die Ausstellung hinaus: die Erkenntnis, dass Vielfalt Verbindungen schafft, Horizonte erweitert und neue Möglichkeiten des gemeinsamen Lernens eröffnet. Zwischen wissenschaftlicher Reflexion, kreativer Auseinandersetzung und persönlichem Austausch soll bis zum kommenden Wintersemester ein lebendiger Dialog über die Schule der Zukunft fortgeführt werden. Die ZaC-Ausstellung lädt dazu ein, Vielfalt nicht nur als gesellschaftliche Realität wahrzunehmen, sondern als Ausgangspunkt für Innovation, Teilhabe und gemeinsames Gestalten. Denn dort, wo Menschen einander offen begegnen, unterschiedliche Perspektiven zusammenfinden und aus dem Ich und Du ein Wir und Uns wird, beginnen Zukünfte.