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Library Staff Week

“Identity, Uniqueness and Care” – so lautete das Motto der Gothenburg University Library Staff Week, die vom 24. bis zum 29. Mai 2026 insgesamt 20 Bibliothekar*innen aus elf europäischen Ländern zum Austausch, Lernen und Aufbau von internationalen Beziehungen zusammengebracht hat.

Nach der Begrüßung durch Anna Isaksson, der Leiterin einer der sieben Bibliotheken der Gothenburg University Library, konnten wir im Rahmen einer Bibliotheksführung die Handschrift von Selma Lagerlöf bewundern, Werke aus 16. Und 17. Jahrhundert in den Händen halten, und die Bedeutung der schwedischen Fika, was unserer Kaffeepause sehr ähnelt, genießen.
Die folgenden zwei Vormittage waren dann wir Erasmus-Teilnehmenden an der Reihe. Wir präsentierten Pecha Kucha Präsentationen, die sich um die verschiedenen Aspekte der Sammlungen in unseren Häusern drehten. Eine Pecha Kucha Präsentation ist eine Art PowerPoint Präsentation, in der 20 Folien zu je 20 Sekunden gezeigt werden. Ich bin dabei auf die Geschichte unserer Bestände, die auf die Bestandsgründung im Jahr 1923 zurückgehen, eingegangen. Besonders interessiert hat mich der Vortrag von Cristiana Llie von der Universitätsbibliothek Warwick, die ein Programm entwickelte, mit dem die Bestände verschiedener englischer Bibliotheken abgeglichen werden können.
An den Nachmittagen durften wir von dem großartigen Knowhow unserer schwedischen Kolleg*innen lernen und in einem Erwerbungs-Workshop unsere Vorstellungen einer optimalen Beziehung mit unserer Kundschaft, im Hinblick auf die Erwerbung, kreativ umsetzen.
Unter den historischen Werken des Hauses befinden sich auch handschriftliche Dokumente der Swedish East India Company. Diese sind schon deswegen bemerkenswert, da diese zwecks mutmaßlicher Vertuschung von nicht ganz sauberen Geschäften, oftmals vernichtet wurden. Als Exkursion haben wir dann auch den seetüchtigen Nachbau eines Schiffes der East India Company besucht.
Den Abschluss am Freitag machte eine Vorstellung der Unterstützungsprogramme der Universität für Studierende, die Unterstützung beim Lesen benötigen, und ein Besuch in der Buchbindewerkstatt.

Mit vielen Unterlagen, nach sehr informativen Gesprächen, und dem Wissen, dass für kommende Projekte Ansprechpartner*innen gefunden wurden, bin ich bereichert nach Hause geflogen. Der Duft von Flieder, der in diesen Tagen gerade in Vollblüte stand, und jeder Volvo, der an mir vorbeifährt, werden mich noch lange an diese Erasmus-Woche erinnern.

~ Iris Trenkler

29. Mai 2026 | International | PH NÖ