Wie die Zukünftebildung zur Konfliktfähigkeit beitragen kann
Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten: Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden? Zu diesem Thema trafen sich Akteurinnen und Akteure der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung zur Jahrestagung 2026 am Bundesinstitut für Erwachsenenbildung (bifeb).
Ausgangspunkt waren die Auswirkungen der Tendenz zu gewaltsamem Handeln und wahrnehmbarer Kriegsbegeisterung auf die Gemeinwesenarbeit. Wie kann diese politisch, diskursiv und institutionell so gefördert werden, dass sie ihr Potenzial im Hinblick auf eine konfliktfähige Demokratie bestmöglich entfaltet? Im Zentrum der GWA-Tagung stand die Suche nach Konzepten, Methoden und Inhalten aus der Gemeinwesenarbeit, die Konfliktfähigkeit als Werkzeug demokratischer Interessenfindung stärken.
In der Gemeinwesenarbeit, der Sozialen Arbeit und der Erwachsenenbildung gibt es vielfältige Formen von Wissen und Praktiken, die eine konfliktfähige, gewaltfreie Arbeit ermöglichen und sich einer Zukunft des kritischen Miteinanders verschreiben. Konfliktfähigkeit ist Voraussetzung für Frieden, da sie Unrecht richten und zu sozialer Gerechtigkeit beitragen kann. Bei der Jahrestagung 2026 zum Thema „Gemeinwesenarbeit in stürmischen Zeiten. Welche Konfliktfähigkeit brauchen wir für Frieden?“ wurde dabei auch die Zukünftebildung als Inspirationsquelle eingebracht. Claudia Brunner vom Zentrum für Friedensforschung und Friedensbildung des Instituts für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung der Universität Klagenfurt referierte über die Militarisierung der Gesellschaft im Kontext der „Geistigen Landesverteidigung“. Carmen Sippl vom UNESCO-Lehrstuhl für Zukünftebildung an der PH NÖ die Didaktik der Zukünftebildung an Beispielen aus der pädagogischen Praxis vor. Insbesondere das „Futures Stories Lab“ aus dem „Methodenmosaik“ für Zukünftebildung stand dabei im Mittelpunkt. Die beiden Keynotes gaben Anstöße für vielperspektivische Diskussionen und Austausch in Plenum und Methodengruppen.