Wertvolle Einblicke in die Begleitung von Kindern und Familien in herausfordernden Lebenssituationen
Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Pädagogische Interventionen zur Trauerbegleitung“ besuchten die Studierenden des HLG „Begleitung im System der elementaren Bildung“ mit ihrer Lehrenden Michaela Rottmann den Sterntalerhof, eine Hospizeinrichtung für Kinder und Familien mit den Schwerpunkten Lebens-, Sterbe- und Trauerbegleitung.
Während einer ausführlichen Führung erhielten die Studierenden einen umfassenden Einblick in Therapie- und Sozialräume, Bereiche für tiergestützte Pädagogik sowie die Kapelle und das Sternenhaus. Darüber hinaus lernten die Studierenden die Konzepte und Abläufe der Einrichtung kennen – von der Aufnahme der Familien über die individuelle therapeutische Begleitung bis hin zur interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Berufsgruppen.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der theoretischen Auseinandersetzung mit den Themen Trauerbegleitung, Palliativversorgung und Hospizarbeit. Dabei wurde insbesondere auf die Begleitung von Kindern mit unterschiedlichen Erkrankungen entsprechend der IMPaCCT-Klassifikation eingegangen. Die Studierenden konnten wertvolle Erkenntnisse darüber gewinnen, welche Herausforderungen Familien in diesen Lebenssituationen bewältigen und wie professionelle Begleitung individuell gestaltet werden kann.
Besonders bereichernd war die Verknüpfung der Inhalte mit der pädagogischen Praxis in elementaren Bildungseinrichtungen. Gemeinsam wurde reflektiert, welche Rolle Elementarpädagogik in der Begleitung von Kindern in Trauersituationen einnehmen können und wie eine sensible, entwicklungsangemessene Unterstützung gelingen kann.
Ein zentrales Anliegen des Sterntalerhofs, das die Studierenden nachhaltig beeindruckte, ist es, Kindern auch in Zeiten schwerer Krankheit, Trauer und Abschied das „Kind sein“ zu ermöglichen. Gleichzeitig steht stets die Begleitung der gesamten Familie als System im Mittelpunkt – mit dem Ziel, individuelle Ressourcen zu stärken und gemeinsam schwierige Lebensphasen zu bewältigen.
Die Exkursion bot den Studierenden wertvolle fachliche und persönliche Impulse. Sie ermöglichte einen authentischen Einblick in ein bedeutendes Arbeitsfeld der pädagogischen und psychosozialen Begleitung und unterstrich die Relevanz eines sensiblen Umgangs mit den Themen Trauer, Abschied und Verlust – auch im Kontext elementarpädagogischer Bildungseinrichtungen. Es war ein Tag, von dem alle Beteiligten viele wertvolle Eindrücke und Anregungen für ihre zukünftige berufliche Praxis mitnehmen konnten.