Im Rahmen der Induktionswoche wurden 350 neue Lehrer*innen an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) begrüßt und im niederösterreichischen Schuldienst willkommen geheißen.
Vom 25. bis 28. August 2025 fanden an der PH NÖ die Einführungsveranstaltungen zur Induktion für das Schuljahr 2025/26 statt. Diese Veranstaltungen markieren einen wichtigen Meilenstein für einen erfolgreichen Start von 350 neuen Lehrer*innen in ihre pädagogische Laufbahn. Die Begrüßung erfolgte durch den Rektor der PH NÖ, Erwin Rauscher, sowie die Vizerektorinnen Petra Heißenberger und Edda Polz. Bildungsdirektor Karl Fritthum hieß die beginnenden Lehrpersonen aus Niederösterreich herzlich willkommen und betonte: „Dieser Beruf ist Berufung. Im Zentrum aller Bemühungen stehen die Kinder – für sie machen wir Schule.“
In seiner Ansprache zeichnete Rektor Rauscher ein Bild von Lehrkräften als Menschen in vielen Rollen – nicht allein als Wissensvermittler*innen, sondern als Wegweiser*innen, Gefährt*innen und Vorbilder. Humorvolle Bezüge, ernste Mahnungen und philosophische Leitbilder verdichtete er zu einer klaren Botschaft: „Schule darf kein Ort des bloßen Zusehens sein, sondern muss ein Raum des Hinsehens, des Helfens und der Verantwortung sein. Wir wollen nicht nur beobachten, sondern handeln, begleiten und Verantwortung übernehmen.“
PH NÖ-Rektor Erwin Rauscher betonte, dass der Lehrberuf immer auch mit Fürsorge und Haltung verbunden sei: „Care-Ethik im schulischen Kontext erhebt deshalb den Anspruch: Wir kümmern uns. Lehrer*innen sind, waren und bleiben Empathie-Botschafter*innen: Achtsamkeit, Empathie, Präsenz und Geduld sind gefragt – verbunden mit der immer wieder neu zu stellenden Frage: Wie wollen wir miteinander umgehen, und wie können wir miteinander leben?“
Zum Schluss richtete er den Blick auf die aktuelle Zeit: „Erziehung bedeutet Vertrauen statt Kontrolle, Ermutigung statt Anpassungsdruck, Fürsorge statt Gleichgültigkeit. In dieser besorgten Zeit wünsche ich uns allen, nicht besorgt zu sein, sondern sorgend: Ein Miteinander ohne Füreinander ist keine Gemeinschaft. Fürsorge als Kultur geschieht und wächst eben nicht allein durch pädagogische Begegnungen, sondern erst durch humanistisches Tun.“
Auch Vertreter*innen der Personalvertretung wie etwa Roland Gangl waren referierend dabei und beantworteten individuelle Fragen. Die Teilnehmenden aus allen Schularten, darunter auch zahlreiche Quereinsteiger*innen, nutzten ein vielfältiges Angebot an praxisnahen Seminaren, unter anderem zu den Themen Schulrecht, Elternarbeit, Leistungsfeststellung, Klassenführung, Methodenvielfalt, Konfliktmanagement, Mentoring und Schulorganisation. Begleitet von erfahrenen Pädagog*innen wurden anlassbezogen und anwendungsorientiert zahlreiche Fragen zur schulischen Praxis bearbeitet.
Für weitere Informationen zur Induktion steht das Team aus dem Department 6 Schulentwicklung sehr gerne zur Verfügung.