Springe direkt zu :

Menü schließen

Brotkrümelnavigation:

Hauptinhalt:

Forschungsprojekte

Das Anthropozän lernen und lehren

 Ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich

Die Wechselwirkung von Mensch und Natur hat durch die erkennbaren Folgen von Klimawandel und Artensterben eine Aktualität gewonnen, die für schulische Bildung von zentraler Bedeutung ist.

Das Anthropozän-Konzept, die Bezeichnung für den jetzigen Abschnitt der Erdgeschichte, in dem die massiven Eingriffe des Menschen in die Umwelt sichtbar werden, fordert dazu auf, über die Notwendigkeit und die Möglichkeit einer zukunftsorientierten Neugestaltung der Mensch-Natur-Beziehung nachzudenken und sie für aktive Lernprozesse zu nutzen.

Das Anthropozän bietet daher einen wichtigen Denkrahmen für transformative Bildungsprozesse, die zu Zukunftsverantwortlichkeit und Gestaltungskompetenz befähigen.

Im Lernraum Schule bietet die fächerverbindende Auseinandersetzung mit der Mensch-Natur-Beziehung im Kontext der Dimensionen Zeit und Raum die Möglichkeit, das Anthropozän als Reflexionsbegriff und als Lernmedium im Sinne transformativer Bildung zu nutzen.

Eine innovative Wissenskommunikation mit Nutzung digitaler Medien will aktive Beteiligung an der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ermöglichen.

 Das interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Das Anthropozän lernen und lehren

  • lädt Studierende ein: innovative Lernszenarien, die ein Verständnis der Wechselwirkung von Mensch und Natur, Kultur und Technik, Wirtschaft und Gemeinschaft fördern und einen Perspektivenwechsel befördern, in forschendem Lernen selbst zu entwickeln und zu beforschen.
  • lädt Pädagoginnen und Pädagogen ein: in allen Unterrichtsgegenständen transformatives Lernen in Best-Practice-Beispielen theoriegeleitet zu konzipieren und in der Praxis empirisch zu überprüfen.
  • lädt Gestalter/innen digitaler Medien ein: naturwissenschaftliche Fakten mit kulturwissenschaftlicher Narration zu verbinden und medienpädagogisch umzusetzen.

 Informationen und Kontakt:  HS-Prof. Mag. Dr. Carmen Sippl, carmen.sippl(at)ph-noe.ac.at`

Link zur Anthropozän Website der PH NÖ: https://www.ph-noe.ac.at/de/forschung/forschung/anthropozaen.html

 

Forschungsprojekt „Die Wege junger Migrantinnen und Migranten im schulischen Bildungssystem von Niederösterreich und New York City“ 

In diesem kooperativen Forschungsprojekt der Long Island Universität in Brooklyn, NYC und der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich soll herausgearbeitet werden, wie schulische und außerschulische Bildungseinrichtungen das persönliche Wachstum und den Bildungserfolg von jungen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte fördern und so zum sozialen Zusammenhalt und Frieden in einer Migrationsgesellschaft beitragen können.  

Ziel dieses gemeinsamen Projektes ist das Herausarbeiten von effektiven pädagogischen Zugängen („promising practice“) und Maßnahmen, die in einem praktischen „Leitfaden“ (Toolkit) zusammengefasst werden, der allen Interessengruppen und Bildungspartnern zur Verfügung stehen wird. Dieser Leitfaden kann dann auch als Kriterienkatalog für die zukünftige Entwicklung von Projekten für diese Zielgruppen eingesetzt werden.

Wichtig ist dem Projektteam die Entscheidung für einen ressourcenorientierten Zugang, also darauf zu schauen, was jetzt schon gut gelingt, und weniger darauf, was nicht funktioniert.

Der theoretische Rahmen für unsere Arbeit ist das „sozioökologische Modell“. Die angewandte Methode umfasst eine qualitative Datenerhebung durch moderierte Gruppendiskussionen mit Schülerinnen und Schülern, Schulleiterinnen und Schulleitern, Direktorinnen und Direktoren, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern.

Das Projekt soll im Wintersemester 2020/21 fertiggestellt sein.

Mehr lesen im Online Journal

 

Forschungsprojekt: "Lebensperspektiven von minderjährigen und jungen erwachsenen Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten: Folgerungen für die Integrationspolitik (PERSPEKT)“

ICMPD mit der Unterstützung des Europäischen Integrationsfonds und des Bundesministeriums für Europa, Integration, und Äußeres in 2017–2019.

Die PERSPEKT-Studie analysiert die Integrationsperspektiven jugendlicher unbegleiteter Geflüchteter aus Afghanistan und Syrien unter Zusammenführung von lebensweltlichen und strukturellen Perspektiven. Das Ziel der Studie ist es zu untersuchen, wie diese Dimensionen auf die Teilhabe von jugendlichen Asyl- oder subsidiär Schutzberechtigten wirken, wie sie eine erfolgreiche Bildungs- und berufliche Integration bzw. gesellschaftliche Integration bestimmen und welche Schritte auf der Basis existierender Erfahrung und guter Praxis gesetzt werden könnten, um den Zugang zu Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarkt zu erleichtern. Die Ergebnisse sollen als Diskussionsgrundlage für die weitere Politikentwicklung in Hinblick auf eine erfolgreiche Bildungs- und berufliche Integration von minderjährigen und jungen erwachsenen Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten in Österreich dienen.

Aufbau des Berichts

Nach einer kurzen Einleitung behandelt das erste inhaltliche Kapitel (Kapitel 2) die theoretischen Hintergründe und den Forschungsstand zum Thema Lebensperspektiven und Lebenswelten junger Geflüchteter. Zusätzlich werden Integrationsmaßnahmen für Jugendliche in Österreich und die rechtlichen Rahmenbedingungen für Kinder und Jugendliche Geflüchtete kurz dargestellt.

Kapitel 3 beschreibt Methoden und Forschungsdesign der PERSPEKT-Studie und gibt einen Überblick über die an der Befragung beteiligten Jugendlichen.

Die Kapitel 4–6 beschreiben den Weg der Jugendlichen zur Teilhabe in den Bereichen Lebenswelt und soziale Umwelt; Sprache, Bildung und Qualifikation; und Arbeit und Beschäftigung.

Das abschließende Kapitel 7 fasst wesentliche Faktoren und Aspekte, die den Weg der Jugendlichen zur Teilhabe fördern bzw. hemmen können, nochmals zusammen.

Anhang I enthält der Bericht eine Übersicht guter Praxis einschlägiger Maßnahmen in Deutschland und Schweden.

Anhang II enthält die Politikempfehlungen und Handlungsoptionen.

Link zum vollständigen Abschlussbericht