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Networking

Jour fixe zum Thema „Migration und Bildung“

Ziel des „Jour fixe“ ist ein informeller Austausch, ein Dialog über Herausforderungen und Lösungen im Kontext von Migration und Bildung (Schule, Kindergarten, außerschulische Bildung, Vereine …). Es geht darum, welche Ressourcen in Bezug auf Migration entwickelt wurden oder in Zukunft wichtig sein werden.

Das „Jour fixe“ soll ein verbindendes und vernetzendes Forum von Fragen, Herausforderungen, Ressourcen und Lösungen sein und im Besonderen folgende Ziele setzen: 

  • Vielfalt, Vernetzung und Austausch leben
  • Umsetzung konkreter Projekte fördern
  • Stärke interdisziplinärer und multiperspektivischer Zugänge herausbilden
  • Aktionen setzen, die Schulen verändern 

Planungsausblick 
Jour fixe im mc² – vierteljährlich, jeweils Freitag, 14:00¬–15:30   
Erster Termin: 26. Nov. 2021, 14:00–15:30 Uhr, ZOOM Online

Teilnehmer*innen und Vertreter*innen

  • des Bundesministeriums für Inneres (BM. I)
  • der Stadtgemeinde Melk 
  • der Bildungsdirektion NÖ, SQM, Diversitätsmanager*innen
  • der Koordinationsstelle für Integrationsangelegenheiten NÖ 
  • der Kindergärten NÖ
  • des HLG „Migration, Asyl und Schule“
  • der Pädagogischen Hochschule (PH) NÖ
  • Weitere Forschungseinrichtungen: ICMPD (International Centre for Migration Policy Development) 
  • Lehrer*innen, Schulleiter*innen
  • von zivilgesellschaftlichen Organisationen, Vereinen: Österreichisches Rotes Kreuz, Hilfswerk NÖ, Verein "Begegnung Heute" (Melk) 

Austausch zu folgenden Fragestellungen

Migration und Bildung – hier und jetzt 

  • Wie ereignet sich gegenwärtig Migration in meinem Bildungskontext und in meinem Arbeitsfeld? 
  • Welche Ressourcen haben wir für bisherige Herausforderungen entwickelt?

Stichwort Zukunftskompetenz

  • Wie sehe ich die Relevanz der Migrationsthematik im Bildungsbereich in der Zukunft? 
  • Welche Herausforderungen sehen wir und welche Ressourcen werden wir brauchen?   

Wahrnehmungen und Fragen, die in der Diskussion geteilt wurden …

Organisation, Unterstützungssysteme 

  • Wie kann man Kinder und Jugendliche aus asylwerbenden Familien und UMF an verschiedenen Schulstandorten gut begleiten und ihnen Autonomie und Partizipation ermöglichen?
  • Wie können Schüler*innen mit a. o. Status nach zwei Jahren kontinuierlich weiter gefördert werden?

 

Interkulturelle Bildung, Mehrsprachigkeit, Sprachförderung,

  • Wie können wir den Ziel- und Leistungsplan des BMBWF – Sprachförderung, Interkulturelle Bildung, Integration implementieren?
  • Wie kann ein Konzept Interkulturellen Lernens auf Basis vorhandener Dokumente (GS-Erlass, UN-Agenda 2030, SDGs, Europa Charta) entwickelt und umgesetzt werden?
  • Wie kann eine qualitative Weiterentwicklung des Erstsprachenunterrichts organisiert und die Anerkennung des Mehrwerts der Erstsprache an Schulen gesteigert werden?
  • Wie kann Leseförderung in anderer Erstsprache und Deutschunterricht mit Sprachförderung Hand in Hand gehen?
  • Wie kann der Bedarf bei Rumänisch als Erstsprache von IK (Interkulturellen Mitarbeiter*innen) gedeckt werden?
  • Wie kann eine mit der Nachmittagsbetreuung verbundene Sprachförderung im gesamten pädagogischen Team geplant werden?
  • Wie können die durch die Pandemie sichtbar gewordenen Herausforderungen in den Bildungsprozessen wie z.B. fehlender Sozialkontakt, Armut, Existenzängste und wie kann bei den damit verbundenen möglichen Folgeproblemen beim Sprachenlernen wirkungsvoll Abhilfe geleistet werden?
  • Wie können noch mehr Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund für Begabungsförderung erreicht werden?
  • Welche Themen beschäftigen Elementarpädagog*innen und Lehrer*innen für Erstsprachen aktuell?

 

Beziehung, Bedürfnisse, Kommunikation und Unterstützung   

  • Wie kann die interkulturelle Dialog mit Eltern, Erziehungsberechtigten und Bildungspartner*innen professionalisiert werden?
  • Wie kann die Bildungspartnerschaft mit Eltern und Erziehungsberechtigten auch in pandemisch herausfordernder Lage kommunikativ stabil aufrechterhalten werden?
  • Was sind gute Strategien um Kindern mit anderen Erstsprachen als Deutsch die Eingewöhnung in die sprachlich noch ungewohnte Umgebung des Kindergartens zu erleichtern?
  • Wie kann den Ängsten der Eltern beim Übergang vom Kindergarten in die Schule begegnet werden?
  • Wie kann psychisch erkrankte Eltern (u.a. Depression) geholfen werden?
  • Kinder, die mit ihren Eltern oder Erziehungsberechtigten geflohen sind, stehen vor drei großen Herausforderungen: Für Kinder ist die Flucht schwierig, u. a., weil sie darauf nicht vorbereitet werden, oft nicht wegwollen und es zu Beziehungsabbrüchen kommt. Was brauchen diese Kinder und wie können sie bei der Verarbeitung unterstützt werden?

 

Angebotsentwicklung und Akzeptanz

  • Es besteht Konsens, dass in den zwei Jahren der Pandemie ein sehr flexibles und innovatives Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zum Themenfeld Migration und Mehrsprachigkeit zusammengestellt wurde und die konstruktive Zusammenarbeit aller Akteur*innen weitergeführt werden soll.
  • Wie kann ein Modell für die Lehrer*innen-Ausbildung für Studierende mit Flucht- und Migrationshintergrund entwickelt und umgesetzt werden?
  • Wie kann IKMs (Interkulturellen Mitarbeiter*innen) – mehr Ausbildung in Interreligiosität ermöglicht werden?

Lösungen/Ressourcen

Land NÖ: Bildungsdirektion

  • Diversitätsmanager*innen
  • Mobile Interkulturelle Team (MIT) 
  • Mehrsprachige Lehrpersonen und Erstsprachenlehr*innen
  • Fachkoordinationsgruppe Mehrsprachigkeit-Interkulturalität-Migration (MIM)
  • Jugendrotkreuz/Rotes Kreuz – Lesepat*innen in Schulen
  • Zusammenarbeit mit Lerntreffs, Lerncafés, Lernhäusern, Sozialarbeiter*innen – X-Point ...
  • Interkulturell sensibilisierte Expert*innen: Schulpsycholog*innen, im Beratungskontext tätige Lehrpersonen, Fachinspektorin für den Islamischen Religionsunterricht an öffentlichen Schulen, Landeskoordinatorin für Mehrsprachigkeit – Interkulturalität – Migration 
  • Begabung und Migration

 

Koordinationsstelle für Integrationsangelegenheiten

  • 15% Anteil von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in NÖ.

Quelle:  Dr. Christian Hummer, Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Raumordnung und Gesamtverkehrsangelegenheiten – Statistik; Anmerkung: nur Gruppen mit mehr als 1.000 Personen, 1.1.2021, repräsentiert 98,9% der Bevölkerung und wie wird der Migrationshintergrund definiert.

  • Projekteinreichungen: 7 Handlungsfelder erarbeitet: Die 7 Handlungsfelder (HF) der Integration sind der Rahmen/die Basis für die Integrationsarbeit vor Ort.  Projekte sollen im Rahmen eines Förderungsbegehrens den nachstehenden 7 HF zuordenbar sein:

Bund: „Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration (NAP.I) soll die österreichweite Zusammenarbeit aller beteiligten Verantwortungsträger für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen strukturiert und deren Durchführung optimiert werden. Neben allgemeinen integrationspolitischen Leitlinien werden im NAP.I Herausforderungen, Grundsätze und Ziele in folgenden Handlungsfeldern vertiefend behandelt: Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat und Werte, Gesundheit und Soziales, Interkultureller Dialog, Sport und Freizeit sowie Wohnen und die regionale Dimension der Integration.“ Quelle:  Nationaler Aktionsplan Integration - Bundeskanzleramt Österreich   In NÖ: Das NÖ Integrationsleitbild 2008 https://noel.gv.at/noe/SozialeDienste-Beratung/Integrationsleitbild_NOe_2008.pdf.  Der NÖ Integrationsleitfaden im Jahr 2012 - Der Leitfaden informiert über Beispiele modern gestalteter und gelebter Integration in den verschiedenen Handlungsfeldern, die zur Anregung und Nachahmung in den Gemeinden dienen. https://noel.gv.at/noe/SozialeDienste-Beratung/Integrationsleitbild_NOe_2008.pdf

  • Außerschulische Lernthemen (Caritas, Rotes Kreuz) 
  • Frauenförderungen: Beratungsstellen im Wald- und Weinviertel Begegnungsprojekte; ehrenamtliche Vereine
  • Details in der Anlage (Verlinkung mit der Anlage)

 

Kindergärten 

  • Status: 163 Interkulturelle Mitarbeiter*innen stehen für Kindergärten in NÖ zur Verfügung. Auskunft von Frau Sentepe Zekiye, Kindergärten NÖ.

 

Exemplarische Auswahl an Angeboten des mc² in Kooperation mit der PH NÖ  

  • Angebote auf der Webpage „Migration und Schule“: Aktuelles, Forschungsprojekt, Angebots- Highlights: Webinare zu Schulsystemen in Herkunftsländern (Syrien, Afghanistan, Irak, Tschetschenien), Flucht und Trauma, 7 Kerndimensionen der Diversität in Kooperation mit der Bildungsdirektion, mit „Crosstalk“ und UNHCR.  
  • Mitwirkung des mc² am PH-NÖ-Projekt „Pallas“. Politische Bildung in der Primarstufe https://www.pallas.schule/
  • Angebot einer Vielzahl von Aktivitäten zur Mehrsprachigkeit
  • Vielfalt, Vernetzung und Austausch 

 

ICMPD mit den Partnern BMI, PH NÖ

  • Seit 2017: Initiative „GEMEINSAM.VIEL BEWEGEN“

Ziel: Hintergrundwissen zum Thema Migration, basierend auf den Inhalten des Berichts des Migrationsrat 2016, altersgerecht zu vermitteln und dadurch das Bewusstsein für eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung für Migration, im Sinne einer erfolgreichen Migrationspolitik, innerhalb der Gesellschaft zu schaffen.

  • Beispiele für Projektaktivitäten:

  • Primarstufe: Theaterstück „Die gute Zeit“ (insg. 57 Aufführungen an Schulen in Kärnten, Oberösterreich und in Niederösterreich)
  • Sekundarstufe I: Theaterstück „Welt in Bewegung“ (insg. 27 Aufführungen an Schulen in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark und Wien)
  • Sekundarstufe II: Politik-Planspiel "GEMEINSAM.ÖSTERREICH REGIEREN" (insg. 45 Durchgänge an Schulen in Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und Wien, sowie im IP Center - Überbetriebliche Lehre, im Bachelorprogramm an der PH NÖ und im Migrationskommunikator*innenlehrgang des BMI)

 

Melk: Stadtrat und Verein „Begegnung Heute“ 

  • Mehrsprachige Expertisen werden im Stadtrat berücksichtigt
  • Verein „Begegnung Heute“ Zivilgesellschaftliches Engagement 
  • Deutschförderkurse 
  • Lerntreff – ehrenamtliche Mitarbeiter*innen, Pädagog*innen vom Österreichischen Hilfswerk (NÖ), Lernbetreuung VS und MS