Im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kinder entdecken die Vielfalt der Schriftwelten“ erforschten die Studierenden des Masterstudiums Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) zusammen mit Nicole Malina-Urbanz am 15. 11. 2025 die vielfältigen literalen Welten der Buch Wien 25.
Neben dem Entdecken und Schmökern in spannenden Neuerscheinungen vor allem aus dem Kinder- und Jugendbuchbereich stand insbesondere das Erleben des abwechslungsreichen Angebots der Buch Wien 25, dem größten österreichischen Buch-Event des Jahres, im Mittelpunkt.
„Für meine zukünftige Unterrichtspraxis nehme ich vor allem eines mit… Beim Vorlesen ist es wichtig, mit echter Begeisterung dabei zu sein. Nur, wenn man selbst hinter dem Buch (der Geschichte) steht und sich im Vorhinein gut damit auseinandergesetzt hat, kann man diese Freude auch an die Kinder weitergeben. Die Buchmesse Wien hat mir noch einmal deutlich gezeigt, wie wichtig eine lebendige, gut vorbereitete und kinderorientierte Präsentation ist. Ebenso auch wie stark diese darüber entscheidet, ob Kinder einer Geschichte folgen oder nicht.“
~ Julia Bernert (Studierende)
Selbstverständlich stand auch das Ausprobieren des Geschichten-Parcours der renommierten österreichischen Buch-Autorin Petra Piuk, deren Nicht-Märchen-Buchreihe auch in der Bibliothek der PH NÖ vertreten ist, auf dem Programm. Dieser ermöglicht jungen (und auch erwachsenen) Besucherinnen, die Buch Wien selbstständig und in eigenem Tempo zu erkunden. Dabei werden selbst kreierte Bücherheldinnen geschaffen, die spannende Abenteuer durchleben.
„Außerdem fand ich die Idee mit den Stationen, um ein eigenes Buch zu schreiben, sehr nett. Dafür suchten wir verschiedene Punkte in der Halle auf und lösten kleine Aufgaben, um so zu seiner eigenen Geschichte zu kommen. Das fand ich besonders kreativ, weil die Kinder (bzw. wir) dabei aktiv eingebunden wurden und ein Erfolgserlebnis am Schluss hatten. Auch mir bereitete das Schreiben meiner kleinen Geschichte viel Freude.“
~ Kristina Kleinbrod (Studierende)
„Insgesamt war der Besuch der Buch Wien für mich ein sehr bereicherndes Erlebnis. Ich nehme aus diesem Tag viel für meine zukünftige Unterrichtspraxis mit: vor allem die Bedeutung von Leseanreizen, gemütlichen Rückzugsorten und kreativen Schreibangeboten.“
~ Natalie Ernst (Studierende)
Und natürlich blieb genügend Zeit, in die weiten und unterschiedlichsten Bücherwelten einzutauchen, beim Schmökern sein Lieblingsbuch oder auch die Bücherschätze der Antiquarinnen zu entdecken und sogar Autorinnen und Illustrator*innen persönlich kennenzulernen. Dabei zeigte sich einmal mehr, wie vielfältig die Wege zur Lesemotivation sein können – von ansprechenden Materialien über atmosphärische Leseorte bis hin zu kreativen Zugängen, die Kinder unmittelbar zum Mitmachen einladen.
„(Kinder-)Buchfestivals wie etwa KiJuBu, das Kinder- und Jugendbuchfestival in St. Pölten und das Kinderliteraturfestival in Wien oder eben auch die Buchmesse Buch Wien, die sich vor allem auch als Festival versteht, sind wertvolle außerschulische Lern- und Leseerlebnisorte, die durch ihr vielfältiges und abwechslungsreiches Programm, für jeden Lesemuffel das passende Angebot bieten. Sie sind somit ein Garant für die Förderung der Lesemotivation und nicht zuletzt des Leseselbstkonzepts von Schülerinnen und Schülern – und Studierenden. Wir waren dabei!“
~ Nicole Malina-Urbanz (PH NÖ-Lehrende)
Die Buch Wien zeigte eindrucksvoll, welche Kraft Literatur entfalten kann, wenn sie Kindern und Erwachsenen begegnet: Geschichten werden hier zu Impulsen, die weitergetragen werden – in den Unterricht, in Bibliotheken und in die Köpfe junger Menschen. Und vielleicht nahm hier die eine oder andere ganz persönliche Bücherheld*innenreise ihren Anfang.
Zum Fotoalbum
„Drei Wasserschweine wollen‘s wissen“ (Mattäus Bär)
Kinderliteraturfestival
KIJUBU