Das KinderKunstLabor im Altoonapark in St. Pölten ist ein Ausstellungshaus für internationale zeitgenössische Kunst und Begegnungsort für Kinder, Künstler:innen und Kunst.
Gezeigt werden vielfältige Medien, von Videokunst und Fotografie über Malerei, Bildhauerei, Installationen, Soundart, Performance bis zu begleitenden wissenschaftlichen Arbeiten. Es bietet in einem neu geschaffenen Gebäude auf mehreren Ebenen Möglichkeiten zur aktiven und passiven Auseinandersetzung mit Kunst und künstlerischer Gestaltung und richtet sich an Menschen zwischen 0 und 100 Jahren, insbesondere an Kinder und Jugendliche im Alter von 2 bis 14 Jahren.
Derzeit werden rund um die Ausstellung „Geschwister – super & nervig“ künstlerische Workshops und Rundgänge angeboten. In den unterschiedlichen Formaten wird der Frage nachgegangen, was Geschwisterlichkeit und Kindsein heute bedeutet. Erfahrene Kunstvermittler*innen und Künstler*innen moderieren und begleiten die Formate, die experimentelle künstlerische Erfahrungen mit allen Sinnen zum Thema Geschwister ermöglichen. Für die vielfältigen Erfahrungen stehen unterschiedliche Räume zur Verfügung: Der Raum "Archipelago" dient zum Spielen und Turnen und bietet Verstecke und Raum für haptische Erlebnisse. Neben einer Kinder-Bibliothek und mehreren Ausstellungsräumen, die auch interaktiv genutzt werden können, stehen zwei Labore für praktische Workshops zur Verfügung. Herzstück ist "das Netz", eine interaktive dreidimensionale textile Landschaft aus gehäkelten Sechsecken, offenen Taschen und hängenden Pendelkörpern, die die imaginative und lebendige Erkundung von Farben und Formen ermöglicht und stimulierenden Raum zum Spielen bietet.
Die Ausstellung verändert sich laufend: die Kinder können sich auf unterschiedliche Arten einbringen, wie z.B. mit Malarbeiten oder selbstgemachten Perlenketten. Es sind auch Geschwister- und Freundschaftsporträts zu sehen, die von Victoria Tomaschko gemeinsam mit Kindern aus den Mitgestaltungsgremien des KinderKunstLabors fotografisch inszeniert wurden. Kuratiert wurde die Ausstellung von Mona Jas, künstlerische Leiterin des KinderKunstLabors, im Dialog mit Kindern der Kunstideenwerkstatt und der Kinderbeiratsgruppen. „Kinder besuchen das neue Ausstellungshaus also nicht nur, sie gestalten es aktiv mit. Der direkte Dialog mit den Künstler:innen sowie die Teilnahme an Auswahlprozess und Entscheidungen schaffen ein Zugehörigkeitsgefühl der Kinder zum Kunstfeld und bestärken sie als ,Kulturbürger*innen‘ in ihrem Recht auf Teilhabe an Kunst und Kultur.“, so Mona Jas. Die Teilnehmer*innen der Fortbildung hatten während einer Führung Gelegenheit, diesen "Ort für neues Denken" und die Haltung und Ideale der "lernenden Institution" kennenzulernen. Eine ausführliche Diskussionsrunde zum aktuell brennenden Thema Digitalisierung und KI aus Sicht der Schulleitungen und ein praktischer Workshop boten Austausch und intuitives Erlebnis und rundeten die Fortbildung ab.