Am 14.01.2026 machte die Fortbildungsreihe “Begegnungen Kulturerfahrung” Station im Belvedere 21. "21" steht für die Kunst des 21. Jahrhunderts.
1958 errichtete der Wiener Architekt Karl Schwanzer einen Ausstellungspavillon für die Weltausstellung in Brüssel. Dieser wurde anschließend nach Wien geholt und im Schweizergarten aufgestellt. 1962 wurde das "20er Haus" als Museum des 20. Jahrhunderts eröffnet und war bis 2002 in Betrieb. 2011 wurde das Gebäude schließlich neu errichtet, möglichst nahe an Schwanzers Originalentwürfen. Es beherbergt heute Ausstellungen gegenwärtiger Künstler und bietet Schulführungen mit Praxiselementen, Bewegungseinheiten und Diskussionsaufgaben und Workshops mit praktischem Gestalten im Atelier. Bereits ab dem 16. Kind wird die Gruppe geteilt, sodass mit viel Ruhe und persönlicher Betreuung gearbeitet werden kann. Davon konnten sich die Schulleiter*innen in der Fortbildung im wahrsten Sinne des Wortes "selbst ein Bild machen": Die Kunstvermittlerinnen Eva Mühlbacher und Karla Starecek führten durch die aktuelle Ausstellung, eine große Werkschau von Ashley Hans Scheirl: In Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte und unter Einbeziehung unterschiedlicher Genres wird die Frage nach der Identität malerisch untersucht.
Abstrakter Expressionismus trifft auf Fotorealismus, dunkle Romantik auf Pop Art, Bad Painting auf Surrealismus. Für Scheirl ist ihre*seine Arbeit eine Satire auf das inzwischen surreal anmutende neoliberale Wirtschaftssystem, die mit bissigem Humor die soziale Konstruktion von Gender, Sexualität und Macht mitbehandelt.
Ausgerüstet mit Polaroid-Sofortbildkameras machten die schulischen Führungskräfte eigene Schnappschüsse im Museum und probierten im Atelier verschiedene kreative Bearbeitungstechniken aus.