Zehn Lehrende der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich brachten beim ÖFEB-Kongress 2026 in Innsbruck aktuelle Forschung zu Zukunftsbildung, schulischem Wohlbefinden, digitalen Kompetenzen, Berufseinstieg und Führung in den wissenschaftlichen Austausch ein.
Der ÖFEB-Kongress 2026 in Innsbruck rückte unter dem Leitthema „Bildung in Zeiten der Glokalisierung“ das Zusammenspiel globaler Entwicklungen und lokaler Bildungsprozesse in den Mittelpunkt. Wissenschafterinnen und Wissenschafter aus unterschiedlichen Bereichen der Bildungsforschung diskutierten aktuelle Herausforderungen für Schule, Hochschule und Bildungssystem. Die Pädagogische Hochschule Niederösterreich war mit mehreren Beiträgen im wissenschaftlichen Programm vertreten.
Einen Schwerpunkt auf den Umgang mit Zukunft legten Vizerektor Gerhard Brandhofer, Karin Tengler und Walter Fikisz. Sie gestalteten das Symposium „Futures Literacy. Zukunftsgestaltung an der Schnittstelle von digitalem Wandel und ökologischer Verantwortung“ und verbanden dabei Digitalisierung, Nachhaltigkeit und die Fähigkeit, unterschiedliche Zukünfte zu denken und daraus Handlungsmöglichkeiten abzuleiten.
Mit dem Berufseinstieg von Lehrpersonen beschäftigten sich Hannelore Zeilinger und Johannes Dammerer. Im Symposium zur FONEB-Studie präsentierten sie den Beitrag „Mentoring in der Induktionsphase: Wahrnehmungen von Betreuung, Stil und Inhalten im Vergleich von Mentees und Mentorinnen und Mentoren“.
Martina Spitaler nahm unterschiedliche Verständnisse digitaler Kompetenzen in den Blick. Gemeinsam mit Michael Jemetz stellte sie den Beitrag „Digitale Kompetenzen – Eine vergleichende Analyse von Formalisierungen des Konzepts in Kompetenzrahmen und -modellen sowie Bildungsrichtlinien“ vor.
Gregor Jöstl war mit zwei Beiträgen vertreten. Gemeinsam mit Martina Ott präsentierte er „Wenn Schule belastet: Eine Subgruppenanalyse zu Schüler:innen mit niedrigem schulischem Wohlbefinden“. Einen weiteren Zugang zu Zukunftsfragen eröffnete er gemeinsam mit Elisa Lehnerer und Herbert Neureiter im Beitrag „Bildung für eine ungewisse Zukunft“.
Mit Fragen der Führung und Professionalisierung beschäftigten sich Brigitte Koliander und Birgit Schmiedl in ihrem Beitrag „Personalentwicklung in der Berufsbildung im digitalen Wandel: Was eine Schulführung über Online-Fortbildungen wissen muss – eine empirische Analyse entlang des Qualitätsrahmens und der Trias der Schulentwicklung“.
Claudia Weinzettl präsentierte beim Posterwalk den Beitrag „Bedürfnisbefriedigung quereinsteigender Lehrpersonen“ und griff damit einen Themenbereich auf, der angesichts neuer Wege in den Lehrberuf zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Für die Forschenden der PH NÖ bot der Kongress Raum, ihre Forschungsergebnisse mit Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Hochschulen und Forschungsfeldern zu diskutieren, bestehende Netzwerke zu vertiefen und neue wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen.
Die Österreichische Gesellschaft für Forschung und Entwicklung im Bildungswesen (ÖFEB) ist eine überparteiliche, überregionale und gemeinnützige Fachgesellschaft für Bildungsforschung in Österreich. Sie fördert den wissenschaftlichen Austausch, die Vernetzung von Forschenden unterschiedlicher Disziplinen und Institutionen sowie den Dialog zwischen Bildungsforschung, Bildungspraxis, Bildungsverwaltung und Bildungspolitik.