Vier Tage lang war die BeSt Wien 2026 ein lebendiger Dreh- und Angelpunkt für alle, die ihre Zukunft bewusst gestalten wollten. Österreichs größte Messe für Beruf, Studium und Weiterbildung eröffnete einen Raum, in dem Orientierung nicht nur angeboten, sondern intensiv erlebt wurde: Begegnungen wurden zu Impulsen, Gespräche zu Entscheidungen – und Möglichkeiten eröffneten konkrete Perspektiven.
Mehr als 55.000 Besucher*innen nutzten die Gelegenheit, sich bei 309 Ausstellenden über Bildungswege, Studienmöglichkeiten und berufliche Perspektiven zu informieren. Vier Tage lang standen persönliche Gespräche im Zentrum – direkt, offen und oft richtungsweisend für die nächsten Schritte. Der Stand der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) zählte dabei zu den Stationen von Christoph Wiederkehr, Bundesminister für Bildung, während seines Besuchs bei der BeSt Wien 2026.
Die Studierenden der Hochschulvertretung (HV) der PH NÖ sowie die Mitarbeiter*innen der Studienabteilung der PH NÖ prägten diesen Austausch maßgeblich. Sie beantworteten Fragen zu Aufnahmeverfahren, Studieninhalten und organisatorischen Abläufen, gaben Einblicke in den Studienalltag und machten Bildungswege greifbar: Sichtbar wurde, wie aus ersten, oft noch vagen Fragen konkrete Überlegungen entstanden – im Gespräch, im Nachfragen, im gemeinsamen Durchdenken von Möglichkeiten. Orientierung entstand dabei nicht abstrakt, sondern im direkten Austausch – als erster konkreter Schritt in Richtung Entscheidung.
Auf den Bühnen fanden insgesamt 120 Programmpunkte statt, davon über 70 auf der Hauptbühne und der Deep-Dive-Bühne. Die Beiträge griffen zentrale Themen rund um Bildungsentscheidungen, persönliche Entwicklung und berufliche Perspektiven auf.
Kerstin Angelika Zechner, Leiterin des Departments Diversität an der PH NÖ, sprach im Rahmen von zwei Podiumsdiskussionen. In „Inklusion in Bildung & Beruf: Wege ohne Barrieren“ standen Fragen des Zugangs zu Bildung, bestehende Barrieren sowie konkrete Unterstützungsstrukturen im Mittelpunkt. In einer weiteren Diskussion zum Thema mentale Gesundheit wurden Herausforderungen im Studien- und Berufsalltag – etwa Leistungsdruck, Übergänge und Unsicherheiten – ebenso thematisiert wie mögliche Strategien im Umgang damit.
Martina Raab sprach in zwei weiteren Podiumsdiskussionen: In „Skills für morgen: Welche Kompetenzen brauchst du für die Zukunft?“ wurden Anforderungen einer sich wandelnden Arbeitswelt sowie zentrale Kompetenzen behandelt. In der Diskussion „Immer weiter – Aus- und Weiterbildung im Erwachsenenalter“ stand lebenslanges Lernen als wesentlicher Bestandteil moderner Bildungswege im Mittelpunkt.
Besondere Highlights stellten die Vorträge dar, die einzelne Themenbereiche vertieft und in einen konkreten Praxisbezug gesetzt haben.
Edda Polz, Vizerektorin der PH NÖ, widmete sich dem Berufsbild von Lehrer*innen in der Primarstufe und stellte dieses in den Kontext aktueller gesellschaftlicher und technologischer Entwicklungen. Dabei ging sie auf konkrete Anforderungen im Schulalltag ein und zeigte, wie Ausbildung und Praxis ineinandergreifen. Das Studium Lehramt Primarstufe verbindet fachliche und pädagogische Grundlagen mit aktuellen Schwerpunkten wie Bewegung und Gesundheit, Inklusion, kulturelle Bildung, Künstliche Intelligenz im Unterricht sowie sprachliche und gesellschaftliche Verantwortung.
Simone Breit, Leiterin des Departments Elementarpädagogik an der PH NÖ, rückte frühe Bildungsprozesse in den Mittelpunkt und verdeutlichte deren Bedeutung für weitere Bildungswege. Michaela Rottmann stellte das Bachelorstudium Elementarpädagogik vor und gab Einblick in Aufbau, Inhalte und Zielsetzungen sowie in die Anforderungen der Praxis.
Die PH NÖ setzt in ihren Studienangeboten auf eine fundierte Ausbildung mit enger Verzahnung von Theorie und Praxis. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher, technologischer und kultureller Veränderungen gewinnen pädagogische Berufe zunehmend an Bedeutung – als zentrale Gestaltungskraft für zukünftige Bildungs- und Lebenswege.
Die BeSt 2026: ein Ort, an dem Wege sichtbar wurden. Hier ging es nicht nur darum, Möglichkeiten zu entdecken, sondern den Blick zu schärfen – für das, was passt und trägt. Für manche nahm hier der eigene berufliche Lebensweg erstmals sichtbar Form an.