Mit Oktober startet an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich (PH NÖ) erstmals das Bachelorstudium „Elementarpädagogik“. 18 Studierende nehmen im ersten Jahrgang ihr Studium auf. Damit erweitert die PH NÖ die bestehenden Ausbildungswege in der Elementarpädagogik um einen hochschulischen Ausbildungsweg mit Bachelorabschluss und geht einen weiteren wichtigen Schritt zur Professionalisierung des Berufsfeldes.
Das neue Bachelorstudium trägt der hohen Bedeutung der frühen Kindheit für Bildungs- und Entwicklungsprozesse ebenso Rechnung wie den gestiegenen gesellschaftlichen und professionellen Anforderungen an elementarpädagogische Fachkräfte. In den ersten Lebensjahren entwickeln sich grundlegende sprachliche, soziale, emotionale und lernbezogene Fähigkeiten. Qualitativ hochwertige elementarpädagogische Bildung kann wesentlich dazu beitragen, Kinder in diesen Entwicklungsprozessen zu unterstützen, ihre Bildungs- und Teilhabechancen zu stärken und Bildungsungleichheiten entgegenzuwirken.
Das Studium eröffnet einen neuen und ergänzenden Ausbildungsweg und richtet sich insbesondere an Personen, die nach der Matura eine elementarpädagogische Berufsausbildung mit einem Hochschulstudium verbinden möchten. Die Verbindung von Berufsbefähigung und akademischem Bachelorabschluss erweitert das bestehende Ausbildungssystem und erschließt zugleich neue Zielgruppen für das Berufsfeld. Damit trägt das Studium zur Gewinnung und Qualifizierung elementarpädagogischer Fachpersonen und zur Weiterentwicklung des Berufsfeldes bei.
Einen besonderen Stellenwert nimmt die enge Verbindung von Theorie und Praxis ein: Hochschulisches Lernen und elementarpädagogische Praxis werden systematisch aufeinander bezogen. Die Studierenden können wissenschaftliche Erkenntnisse in konkreten pädagogischen Situationen erproben und reflektieren und ihre Praxiserfahrungen wiederum zum Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung machen. Gestaltet und begleitet wird das Studium von Lehrenden aus Wissenschaft und Praxis. Simone Breit, Vizerektorin für Ausbildung, Forschung und Entwicklung, betont den professionellen Anspruch des neuen Studiums: „Im Mittelpunkt des Studiums stehen die Studierenden und ihre persönliche und professionelle Entwicklung zu pädagogischen Fachpersonen. Sie erwerben fundierte fachliche Wissensbestände, entwickeln didaktisches Können und diagnostisches Know-how und setzen sich zugleich mit ihrer eigenen professionellen Haltung auseinander. Dazu gehört die Fähigkeit, die je eigenen Lern- und Entwicklungsprozesse der Kinder ernst zu nehmen, Vielfalt und Inklusion als pädagogischen Auftrag zu verstehen, im Team kooperativ zu handeln und mit Eltern und Familien vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Auf diesem Weg werden die Studierenden von unseren Lehrenden sowie den Praxismentorinnen und Praxismentoren engagiert begleitet.“
Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben die Absolventinnen und Absolventen die Befähigung, bundesweit als Elementarpädagogin bzw. Elementarpädagoge tätig zu sein und Bildungs-, Erziehungs- und Entwicklungsprozesse von Kindern in elementaren Bildungseinrichtungen professionell zu gestalten und zu begleiten.