Im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Department Elementarpädagogik der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und der BAfEP Wiener Neustadt wurden Workshops zur MINT-Förderung für die beiden vierten Klassen durchgeführt. Grundlage der Workshops bildeten Materialien aus dem Projekt Mia Mutig, die im Sinne der Dissemination gezielt in die pädagogische Praxis eingebunden wurden.
Der erste Workshop fand am 5. Dezember 2025 statt und wurde von Monika Hofer-Rybar und Simone Breit gestaltet. Passend zur Jahreszeit konstruierten die Schüler*innen eine Tischlampe und setzen eine Leuchtdiode in Betrieb. Zentrale Konzepte wie Stromkreis und elektrische Leiter wurden dabei nicht abstrakt vermittelt, sondern durch die praktische Aufgabenstellung anschaulich vertieft. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Experimenten mit Eisballons, bei denen die Schüler*innen ihren Eisklumpen auf unterschiedliche Weise bearbeiteten, beobachteten und beschrieben. Das forschende Erkunden stand dabei klar im Vordergrund.
Beide Workshops griffen zudem das Thema Wasserlöslichkeit auf, unter anderem mit den Experimenten Regenbogen auf dem Teller sowie Farben schreiben.
Der zweite Workshop wurde am 21. Jänner 2026 von den Hochschullehrpersonen durchgeführt. Besonders große Begeisterung zeigte sich beim gemeinsamen Konstruieren einer Murmelbahn aus Alltagsmaterialien. Die Aufgabenstellung förderte gezielt Kommunikation, Kooperation und problemlösendes Handeln. Auch das gemeinsame Starten der Wirbelflieger im Stiegenhaus sowie der Countdown beim Start der Ballonraketen und Raketenautos sorgten für sichtbare Freude am Forschen und Experimentieren. Das Rückstoßprinzip wurde dabei unmittelbar erfahrbar. „Es funktioniert!“, brachte eine Schülerin ihre Begeisterung auf den Punkt.
Im Fazit hielt eine weitere Schülerin fest: „Naturwissenschaftliches Forschen beginnt mit Neugierde.“ Diese Erfahrungen möchten die Schüler*innen im zweiten Semester gezielt in ihre Kindergartenpraxis einfließen lassen. Gelegenheiten, mit MINT-Themen in Berührung zu kommen, schaffen nachhaltiges Interesse – bei Jugendlichen an Höheren Schulen ebenso wie bei Kindern im Kindergarten. Monika Hofer-Rybar resümiert über die Kooperation: „Zukunftsorientierte Pädagog*innen-Bildung entsteht in gemeinsamer Verantwortung über institutionelle Grenzen hinweg.“