Wie gelingt es, Kinder nicht nur zum Lesen zu befähigen, sondern sie nachhaltig für Geschichten und Sprache zu begeistern?
Antworten darauf fanden Primarstufenpädagogik-Studierende des zweiten Semesters bei einer Exkursion in die Wiener STUBE. Zwischen preisgekrönten Bilderbüchern, aktuellen Jugendromanen und inspirierenden Gesprächen eröffnete sich ihnen eine Welt, in der Literatur Brücken baut – zu Fantasie, Bildung und gesellschaftlichem Verständnis.
Damit Kinder und flüssig und sinnerfassend lesen lernen und dabei Begeisterung fürs Lesen entwickeln, muss es gute Kinder- und Jugendbuchliteratur für sie geben. Eine Stelle, die sich seit Jahrzehnten intensiv damit beschäftigt, ist die Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur (STUBE) am Stephansplatz in Wien.
Am 21. April 2026 besuchten Studierende im Rahmen der Lehrveranstaltung „Kinder entdecken die Welt der Schriftsprache“ die STUBE in der Wiener Innenstadt. Die STUBE − die Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur – versteht sich seit vielen Jahren als Kompetenzzentrum und Begegnungsraum für alle, die mit Kinder- und Jugendliteratur arbeiten. Bibliothek, Beratung, Forschung und Fortbildung verbinden sich hier zu einem Ort, an dem die Welt der Kinder- und Jugendliteratur in all ihren Facetten erforscht und erlebbar gemacht wird.
Empfangen wurden die Studierenden von Heidi Lexe, Leiterin der STUBE und Lehrende an der Universität Wien. Mit großer Begeisterung und fachlicher Tiefe stellte die Expertin für Kinder- und Jugendliteratur brachte sie den Studierenden die vielfältigen Aufgaben und Angebote der STUBE näher. Darüber hinaus sprach sie über aktuelle Themen und Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur.
Die Exkursion bot einen lebendigen Einblick in aktuelle Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur und machte eindrucksvoll sichtbar, welch zentrale Bedeutung hochwertige Bücher für die Sprach- und Leseförderung von Kindern haben.
Besonders eindrucksvoll war die Möglichkeit, selbst in die Welt aktueller Kinder- und Jugendbücher einzutauchen. Die Studierenden stöberten durch Bilderbücher, innovative Erstlesewerke und zeitgenössische Jugendromane. Im gemeinsamen Austausch diskutierten sie über Illustrationen, sprachliche Gestaltung und darüber, wie Literatur Kinder emotional berührt und zugleich in ihrer sprachlichen Entwicklung fördert.
Für die Studierenden wurde die Exkursion zu einer inspirierenden Erfahrung, die eindrucksvoll zeigte: Bücher sind weit mehr als Lernmaterialien. Sie eröffnen Kindern neue Perspektiven, fördern Kreativität und schaffen Zugänge zu Sprache, Kultur und Weltverständnis.