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Kulturelle Wissenschaftsbildung

Ausgerechnet im Zoo versucht ein Kolkrabe den Tieren zu erklären, was Freiheit bedeutet. Im Bilderbuch „NA ZOOWAS! Wie die Wilde Kraa den Tiergarten aufmischte“ werden unterschiedliche Auffassungen und Konzepte von Freiheit verhandelt. Dabei spielt der Perspektivenwechsel eine wesentliche Rolle: Während der sprichwörtlich freie Vogel Überzeugungsarbeit leistet, erleben wir die Sichtweise der Zootiere auf die Menschen, die ihnen entweder zur Bereitstellung von Nahrung oder zur Unterhaltung dienen.

„Erfrischende und mutige Farbkombinationen treffen auf eine verspielte Kunstsprache. Mit prägnanten Sachinfos über die ,Viechs‘ und ihre Beziehung zu den ,Menschs‘ stimmig abgerundet.“ So begründet die Jury des Österreichischen Kinder- und Jugendbuchpreises 2026 die Auszeichnung mit der Aufnahme in die Kollektion, die am 20. Mai 2026 an Autorin Melanie Laibl und Illustratorin Linda Schwalbe vergeben wurde. Wir gratulieren!

Pünktlich zur Preisverleihung ist nun eine pädagogische Handreichung erschienen, die von Studierenden für das Lehramt Primarstufe an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich im Rahmen von Lehrveranstaltungen in den Schwerpunkten „Kultur öffnet Welten“ und „Zukunft braucht Mitverantwortung“ im Studienjahr 2025/26 erstellt wurde.

Im Zentrum steht Wissenschaftsbildung aus kulturwissenschaftlicher Perspektive. Dafür erweist sich die Verbindung von einer „äußerst turbulenten Zoogeschichte“ (aus der Jury-Begründung) und einem  „Extra für Neugierige“ am Ende der Geschichte als richtungweisende Kombination: Sie lädt dazu ein, die Tiere aus zoologischer Perspektive zu erforschen, Mensch-Tier-Beziehungen ethisch zu hinterfragen und den Zoo als kulturell geformte Landschaft ebenso wie als Forschungsstätte für Artenschutz zu erkunden. Das Thema Freiheit kann im Philosophieren mit Kindern in der Auseinandersetzung mit Tierrechten und Menschenrechten für Demokratiebildung verhandelt werden. Die Unterrichtsbeispiele regen dazu an, die individuellen Geschichten der Tiere zu erzählen, den Perspektivenwechsel in dramapädagogischen Übungen darzustellen und über Tiere zu philosophieren.

Wissenschaftsbildung beginnt mit der Neugier auf die Welt. In der Primarstufe, die Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren bei der Welterkundung begleitet, kann die Welt der Wissenschaft vielperspektivisch und fächerverbindend entdeckt werden. Bilderbücher mit ihrer Vielfalt an Themen, Formen, Darstellungs- und Erzählweisen geben textliche und visuelle Impulse für Einstieg, Vertiefung und Reflexion im Unterricht. Das ausgezeichnete Bilderbuch „NA ZOOWAS! Wie die Wilde Kraa den Tiergarten aufmischte“ und das pädagogische Begleitmaterial zeigen Wege für kulturelle Wissenschaftsbildung auf. Es steht Pädagog*innen zum freien Download zur Verfügung.

Gefördert wurde die Entstehung der pädagogischen Handreichung durch das „Interdisziplinäre Netzwerk für Wissenschaftsbildung Niederösterreich (INSE)“ von der GFF NÖ. 

Links
Pädagogische Handreichung für kulturelle Wissenschaftsbildung in der Primarstufe 
Interdisziplinäre Netzwerk für Wissenschaftsbildung Niederösterreich (INSE)
Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2026

20. Mai 2026 | PH NÖ