Die Frage, wie Hochschulen Studierende auf eine zunehmend unvorhersehbare und dynamische Zukunft vorbereiten können, gewinnt zunehmend an Bedeutung. Mit dem FuturesComp wurde in Österreich ein neuer Orientierungsrahmen geschaffen, der Hochschulen dabei unterstützt, Zukünftedenken und Futures Literacy systematisch in Studium und Lehre zu integrieren.
Der Referenzrahmen wurde im Auftrag des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF) entwickelt – unter maßgeblicher Mitwirkung des UNESCO Chair in Learning and Teaching Futures Literacy in the Anthropocene an der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich. Unter dem Lead des UNESCO Chair in Futures Capability for Innovation and Entrepreneurship am MCI | Die Unternehmerische Hochschule® bringt die PH Niederösterreich ihre Expertise insbesondere im Bereich der Hochschuldidaktik und Pädagog*innenbildung ein.
Im Zentrum des FuturesComp steht die Förderung von Fähigkeiten, die es ermöglichen, mit offenen Zukunftsfragen umzugehen, unterschiedliche Entwicklungsmöglichkeiten zu reflektieren und verantwortungsbewusst, vorausschauend und mutig zu handeln. Der Referenzrahmen strukturiert diese Kompetenzen entlang von fünf Schlüsselkompetenzen: Erkundung, Mitverantwortung, Gestaltung, Selbstentwicklung und Teilhabe in Bezug auf POLY-Zukünfte. Um diese Kompetenzen in den Hochschulalltag zu transferieren, werden diese durch Lernziele, Lernergebnisse, Handlungsanleitungen sowie Next-Practice-Beispiele für die Hochschullehre ergänzt. Der Referenzrahmen basiert auf systematischen Literaturrecherchen zu anderen Referenz- und Kompetenzrahmen sowie Interviews und Fokusgruppen-Workshops mit nationalen und internationalen Expert*innen. PH NÖ Vizerektorin Edda Polz hebt hervor: "Dieser FuturesComp eröffnet, ermöglicht und befördert für Pädagogische Hochschulen, Fachhochschulen und Universitäten die von der Gesellschaft geforderte Zukunftsorientierung der Hochschulbildung – neben der Hochschulforschung und -bildung profitieren indirekt alle Bildungseinrichtungen davon.“ Für UNESCO Chair Carmen Sippl gibt der FuturesComp "der Hochschuldidaktik einen Innovationsschub: Zukunftsbilder entstehen zu lassen, stellt den für jedes Lernen so wichtigen Lebensweltbezug her – unabhängig von den Disziplinen: Er lässt sich transdisziplinär nutzen."
Mit dem FuturesComp leistet die Pädagogische Hochschule Niederösterreich einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der Hochschulbildung in Österreich. Ziel ist es, Studierende nicht nur auf kommende Herausforderungen vorzubereiten, sondern sie dazu zu befähigen, gesellschaftliche Entwicklungen aktiv und reflektiert mitzugestalten.