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Futures Literacy in didaktischer Perspektive

Die Didaktik der Zukünftebildung für die Lehrerinnen- und Lehrerbildung

Wie können wir junge Menschen in die Lage versetzen, Vorstellungen von Zukünften zu entwickeln und diese aktiv zu gestalten? Welche Art von Future Skills und Futures Literacies benötigen sie für eine solche Zukunftsfähigkeit? Diese Fragen standen im Zentrum der Tagung „Thinking & Designing Futures: Didaktische und interdisziplinäre Perspektiven“, die in Kooperation der Universität zu Köln und der Universität Bonn am 1.–2.10.2026 in Köln stattfand. Die Fritz Thyssen Stiftung für Wissenschaftsförderung war Gastgeber für Teilnehmende aus Hochschullehre, Pädagoginnen- und Pädagogenbildung und Schule, die interdisziplinäre Grundlagen und didaktische Konzepte für Zukünftebildung im Kontext des aktuellen Forschungsstandes diskutierten.

Futures Literacy im schulischen Sprachunterricht

Wie können junge Menschen in die Lage versetzt werden, ihre Vorstellungen als Stimmen in gesellschaftlichen Zukunftsdiskursen zu artikulieren? Ein Schwerpunkt der Tagung galt dem schulischen Sprachunterricht, insbesondere dem Fremdsprachenunterricht. In Vorträgen wurden konzeptuelle Zugänge aus Literatur-, Medien- und Sprachdidaktik vorgestellt und ihre methodische Ausgestaltung in Lehre und Unterricht exemplarisch aufgezeigt. Der Theorie-Praxis-Transfer, der für Zukünftebildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung von zentraler Bedeutung ist, wurde an eindrucksvollen Beispielen aus der pädagogischen Praxis deutlich.

Zukünfte lehren – mit dem Futures Stories Lab

Zukünftegestaltungskompetenz (Futures Literacy) braucht Vorstellungskraft: Die Zukunft kennen wir nicht – aber wir können sie uns in der Vielfalt von Möglichkeiten und Potenzialen vorstellen und diese Zukunftsbilder nutzen, um in der Gegenwart eine lebenswerte Zukunft für alle zu gestalten. Wie lässt sich dieses Konzept in die Sprache der Schule übersetzen? In ihrer Keynote „Zukünfte lehren – mit dem Futures Stories Lab“  skizzierte UNESCO-Chairholder Carmen Sippl die konzeptuellen Grundlagen einer Didaktik der Zukünftebildung (Futures literacy pedagogy), die in Forschungs- und Entwicklungsprojekten am UNESCO Chair in Learning and Teaching Futures Literacy in the Anthropocene entwickelt wird. An Beispielen aus der pädagogischen Praxis wird das „Futures Stories Lab“ als eine flexibel einsetzbare Methode zur Förderung von Futures Literacy vorgestellt.

1. Oktober 2026 | Forschung | International | PH NÖ