Ein Haus voller Musik - Am 25. März besuchten schulische Führungskräfte das Wiener Konzerthaus.
Ein geschäftiger Vormittag im Wiener Konzerthaus: Technikaufbau und Soundcheck im Großen Saal und im Berio-Saal, Generalproben im Schubert-Saal (Wiener Kammerorchester) und im Mozart-Saal (Jess-Trio-Wien) und eine Pressekonferenz zur Präsentation des Abonnementprogramms 2026/27 im Wotruba-Salon. Musiker*innen, Techniker, Mitarbeitende und Gäste sind im ganzen Gebäude unterwegs, es herrscht reges Treiben und doch sitzt jeder Handgriff in der straffen Organisation des Hauses. Aus jedem Saal erklingt Musik, man spürt den ganz eigenen Spirit dieser kulturellen Institution, die 118 Mitarbeiter*innen und 30.000 fördernde Vereinsmitglieder verbindet. Ein sehr inspirierendes Arbeitsumfeld, wie Frau Mag. Agnes Wiesbauer-Lenz aus dem Vorstand berichtete. Durch die Einblicke in das Tätigkeitsfeld des Kulturmanagements erhielten die schulischen Führungskräfte unter anderem Anregungen für ihre eigene Führungsarbeit: “Als Führungskraft muss man einerseits nah an den Leuten bleiben und andererseits sich herausnehmen und das große Ganze sehen. Dieser Spagat bleibt eine Herausforderung.”
Die Musikvermittlerin Mira Possert präsentierte den Teilnehmer*innen im Schönberg-Saal das vielfältige Veranstaltungsangebot des Konzerthauses, das von Konzerten und Musikvermittlungsprogrammen für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen über Konzertformate für junge Erwachsene bis zum gewohnten Konzertprogramm reicht und unterschiedliche Stilrichtungen – von Klassik über Pop bis Jazz, World und zeitgenössische Musik umfasst. Ein besonderes Anliegen ist dem Wiener Konzerthaus, sein Kulturangebot allen Menschen zugänglich zu machen. Daher gibt es auch immer mehr inklusive Konzertangebote und Workshops, für Menschen aller Altersgruppen, mit und ohne Behinderung, zum Zuhören, aber auch zum Mitmachen. Ein besonderer Kunstgenuss wurde den schulischen Führungskräften in Form eines Generalprobenbesuchs im Schubert-Saal zuteil: Das Wiener Kammerorchester interpretierte gemeinsam mit dem herausragenden österreichischen Cellisten Jeremias Fliedl Tschaikowsky, Strawinski und Dvorák.
Die abschließende Führung durch das Konzerthaus gab Aufschlüsse über die Geschichte des Hauses, seine exzellente künstlerische Planung und hochentwickelte Funktionalität, die das Wiener Konzerthaus – gemeinsam mit dem stilistisch vielschichtigen Konzertbetrieb mit über 800 Konzerten pro Saison – zu einer der bedeutendsten Institutionen des internationalen Musiklebens machen: Die drei Hauptsäle befinden sich auf einer Ebene im 1. Stock und sind aus akustischen Gründen baulich voneinander getrennt. Jeder Saal ist ein eigenes Gebäude mit Außenmauer und eigenem Dach, durch Lichtschächte sind sie miteinander verbunden. Der Mozart-Saal, in dem die Fenster zugemauert wurden, zählt zu den fünf Sälen mit der besten Akustik weltweit und wird daher häufig für Tonaufnahmen verwendet. Der Berio-Saal im Keller ist mit modernster Licht- und Tontechnik ausgestattet und bietet die Möglichkeit eines völlig flexiblen Bühnenaufbaus. Im Erdgeschoß befindet sich ein Relief von Kaiser Franz Joseph, der zur Eröffnung im Jahr 1913 eigenhändig den Schlussstein einsetzte.
Ein informativer Vormittag voller Musik, der den Teilnehmer*innen Lust auf mehr machte.