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Berufsorientierung

Aus feldtheoretischer Perspektive kann für dieses Forschungsfeld von der Formel ausgegangen werden, dass das berufsrelevante Entscheidungverhalten von der Person bzw. von der Umwelt beeinflusst wird. Auch kann angenommen werden, dass eine Interaktion zwischen Person und Umwelt beeinflussend wirksam sein kann (V = f(P, U). In diesem Projekt wird von folgender Annahme ausgegangen, nämlich V = f(P, U1, U2). Unter U1 ist das familiäre Umfeld gemeint. Und unter U2 wäre das schulische. peerbezogene und andere gesellschaftliche Einflüsse zu verstehen. Die Formel V = f(P, U1, U2) ist nicht ausreichend empirisch geklärt.
Bildungs- und Berufsorientierung stellt nach Havighurst (1982; zit. n. Dreer2013, S. 42) eine Entwicklungsaufgabe dar. Es geht darum, in welchem Ausmaß ein Jugendlicher den gesellschaftlichen Auftrag zur Berufs- bzw. Bildswahl und letztlich zum Erwachsen-Werden wahrnimmt und aktiv gestaltet. In neueren Theorien zur Berufswahl wird von Berufswahlkompetenz gesprochen (Dreer 2013, S. 42). Vielfach wird im Rahmen der Berufs- und Bildungssberatung der Passungsansatz verfolgt. Es wird davon ausgegangen, dass durch entsprechende Testmaßnahmen eine Passung zwischen Interessen bzw. Stärken und einem Beruf erreicht werden kann. Diesem Ansatz stehen theoretisch andere Ansätze gegenüber (z.B. Happenstance Learning Theory, kurz HLT). Im HLT-Ansatz wird davon ausgegangen, dass eher der Zufall des Lebens entscheidet, was ein Individuum beruflich macht.
Weiter ist empirisch nicht ausreichend geklärt, in welcher Weise personen-externe Beratungs- und Unterstützungsmaßnahmen (z. B. BO-Unterricht etc.) auf die Zukunftsentscheidung junger Menschen wirkt.