Springe direkt zu :

Menü schließen

Brotkrümelnavigation:

Hauptinhalt:

Wer Mathe lernt, hat mehr Erfolg im Leben

Volles Haus am Campus Baden: 200 Mathematiklehrerinnen und -lehrer analysierten heute zum "Tag der Mathematik" die Verbindung ihres Unterrichts mit dem täglichen Leben ihrer Schülerinnen und Schüler.

Mit Thesen über den Bezug der Mathematik zum praktischen Leben im 21. Jahrhundert begrüßte Hausherr Rektor Erwin Rauscher die Mathematikerinnen und -lehrer. Daten seien eine Signatur unserer modernen Zeit, so der Rektor: "Mit Zahlen unterlegte Argumente haben eine besondere Überzeugungskraft." Etwas provokant ist daher eine seiner Thesen: "Nur wer mit Statistik lügen lernt, kann Statistiken richtig lesen". Statistiken würden Exaktheit suggerieren und daher von den Menschen oft kritiklos aufgenommen. "Und doch werden sie oft genutzt wie ein Laternenmast von einem Betrunkenen: zur Stütze des eigenen Standpunkts statt zum Beleuchten eines Sachverhalts", kritisiert Rauscher.

Mit einer weiteren These blickte er nach vorne und meinte, die Zukunft lasse sich nicht voraussagen, aber berechnen: "Das Denken in Wahrscheinlichkeiten ist der logische Weg, künftige Entwicklungen vorauszusehen und technischen Fortschritt voranzutreiben."

Mathematik ist die Sprache des 21. Jahrhunderts

Ein grundlegendes Verständnis von Mathematik sei daher ein wesentlicher Aspekt, um sich im Leben des 21. Jahrhunderts gut zurecht zu finden, meinte Petra Grell-Kunzinger, Senior Manager im Bereich Strategie und Konzernentwicklung bei der Österreichischen Post AG. In ihrer Keynote unternahm sie einen Blick auf die derzeit erfolgreichsten Firmen der Welt. Und dies sind allesamt solche, die mit der Verarbeitung von Daten zu tun haben. "Wenn ich also die Sprache der Computer nicht spreche, bin ich in der Welt von heute ein digitaler Analphabet", konstatiert Grell-Kunzinger um daraus die Wichtigkeit der Mathematik zu schlussfolgern: "Mathematik ist die Sprache der Computer. Ohne Mathematik gibt's keinen Computer."

Zu den bestbezahlten Leuten in Betrieben zählen heute Computer Scientists, berichtet die Post-Managerin, zugleich gebe es aber viel zu wenige davon. Und genau darin sieht sie eine wesentliche Aufgabe für Mathematiklehrer/innen: "Wenn wir schaffen, dass wir in der Schule Begeisterung und Neugierde wecken, dann werden morgen mehr Leute MINT-Fächer studieren."

Workshops und Bücherausstellung

Als weitere Referenten des Fachtages sprachen unter vielen anderen Ralf Benölken von der Bergischen Universität Wuppertal und Marcel Veber von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg über offene, substanzielle Problemfelder als Baustein zur didaktischen Realisierung eines inklusiven Mathematikunterrichts. Die Themen der Workshops spannten einen Bogen von der Nahtstelle Primarstufe - Sekundarstufe bis hin zu Reifeprüfung und "was brauchen Schülerinnen und Schüler für die BMHS?". Peter Gangl von der Technischen Universität Graz versuchte die Mathematiker/innen aus dem gesamten Bildungsverbund Nord-Ost mit seinem Science-Slam unter dem Titel "Nudlsieboptimierung" für die wunderbare Formelwelt der Mathematik zu gewinnen.

Für die Zeit zwischen den Vorträgen organisierte PH-Lehrende Elisabeth Mürwald-Scheifinger gemeinsam mit ihren Kolleginnen Evelyn Süss-Stepancik, Katharina Sator und Karin Schmid eine Ausstellung verschiedener Schulbuch- und Fachverlage aus dem Bereich Mathematik.

Fotoalbum zum "Tag der Mathematik":

28. Februar 2018, Erstellt von Walter Fikisz | PH NÖ | Fortbildung