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Gewaltfreie Kommunikation aus Baden "expandiert"

Seit 2012 arbeitet Religionslehrer Roman Ottenschläger mit den Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern nach dem Konzept der Gewaltfreien Kommunikation. Mittlerweile ist sein Modell mit dem Namen "Wolfsgeheul & Giraffenherz" in die Schweiz expandiert. Onorina Magri, die das Konzept an der Primarschule Walkermatte in Biel anwendet, besuchte kürzlich mit drei weiteren Kolleginnen die Praxisvolksschule in Baden.

"Wenn ich an die Verbindung unter den Menschen an meiner Schule denke, die durch das Projekt möglich geworden ist, berührt mich das sehr", erzählt Onorina Magri, die das das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation an der Schule im Rahmen eines Commenius-Projektes kennenlernte und sofort begeistert war. "Es ist ein Geschenk für mich, das Leuchten in den Augen der Kinder zu erleben, wenn sie schwierige Situationen bei Konflikten durch meine Hilfe, aber auch alleine, gemeistert haben", so Magri.

Besuch an Schule und Hochschule

Bereits 2016 besuchte sie Religionslehrer Roman Ottenschläger an der Praxisvolksschule der PH Niederösterreich in Baden, der dort seit vielen Jahren das Konzept der Gewaltfreien Kommunikation etabliert und daraus das Projekt "Wolfsgeheul & Giraffenherz" entwickelt hat. Vergangene Woche besuchte sie mit drei weiteren Kolleginnen aus ihrer Schule die Praxisvolksschule und nahm auch an einem Lehrveranstaltungsblock im Masterlehrgang Mentoring zu den vier Elementen der Gewaltfreien Kommunikation teil.

Wöchentliches Coaching für Schülerinnen und Schüler

An ihrer eigenen Schule, der Primarschule Walkermatte in Biel, arbeiten Magri und ihre Kolleginnen nun schon seit zwei Jahren mit dem Konzept: "Wir möchten die Kinder dazu befähigen, Konflikte gewaltfrei und selbständig lösen zu können." Die Lehrpersonen unterstützen sie dabei. "Es ist ein Bewusstseinsprozess, der zu einem größeren gegenseitigen Verständnis führt. Die Schülerinnen und Schüler beteiligen sich aktiver am Schulleben und übernehmen mehr und mehr die Verantwortung für ihr Tun zum Wohl der Gemeinschaft", beschreibt die Lehrerin ihre Erfahrungen.

Mediatorenteam hilft bei Konflikten

Die grundlegenden Elemente hat sie aus Ottenschlägers Konzept übernommen: wöchentliche "Giraffenstunden", bei denen Kinder in Konfliktsituationen gecoached werden sowie regelmäßige Trainings für die Lehrpersonen. Mit Schülerinnen und Schülern aus den höheren Klassen der Primarschule hat Magri ein "Giraffenteam" aufgebaut, welches zu Hilfe geholt werden kann, um Konflikte gewaltfrei zu lösen.

Ottenschläger begleitet als Mentor

Roman Ottenschläger betreut das noch bis Mai andauernde Projekt als Mentor und war im Zuge dessen auch schon mehrere Male direkt an der Schule in Biel: "Es ist für mich überraschend und freudig zugleich, zu sehen, dass das Konzept des Schulprojektes unabhängig von meiner Person an einer anderen Schule, in einem anderen Land die gleichen positiven Auswirkungen auf die Kinder und das Schulklima hat."

Stiftung unterstützt finanziell

Große Unterstützung finden sowohl Ottenschläger in Baden als auch Magri in Biel durch ihre beiden Direktorinnen, die dafür eigene Stunden in der Lehrverpflichtung zur Verfügung stellen. Der Projektaustausch zwischen Baden und Biel wird durch die Schweizer Stiftung "movetia" unterstützt. Der Austausch findet jeweils in der schulfreien Zeit statt, was durch die unterschiedlichen Ferienregelungen in der Schweiz und Österreich möglich wird.

Weitere Infos zum Projekt an der Praxisvolksschule in Baden:

 Presseartikel "Vier Stufen zur Versöhnung":
 Presseartikel "Gewaltfreie Kommunikation für Schulstarter": 

Weitere Infos zum Projekt an der Primarschule Walkermatte in Biel:
 Seite der GFK-Übungsgruppe: 
 Stiftung Movetia:

17. April 2018, Erstellt von Walter Fikisz | International | Ausbildung | PH NÖ